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KURZARBEIT und Corona

Von Kurzarbeit spricht man, wenn in einem Betrieb die Arbeitszeit zeitlich begrenzt herabgesetzt wird, um wirtschaftliche Störungen zu überbrücken.

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es dazu ein besonderes Kurzarbeitsmodell. Damit wird es möglich sein, die Arbeitszeit auf bis zu null Stunden zu reduzieren und trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu bleiben.

Damit sollen so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung gehalten und Kündigungen oder einvernehmliche Lösungen vermieden werden.

Sollte dir die (vorübergehende) Auflösung deines Arbeitsverhältnisses angeboten werden, weise deinen Arbeitgeber ausdrücklich auf diese Alternativmöglichkeit hin!

Du hast keinen Betriebsrat und möchtest die
Corona-Kurzarbeit für dich in Anspruch nehmen? 


Die Corona-Kurzarbeit bietet zahlreiche Vorteile für dich als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer:

  • Kündigungsschutz während der Kurzarbeit und bis einen Monat danach.
     
  • Corona-Kurzarbeit ist auch in Betrieben ohne Betriebsrat möglich.
     
  • Dein Einkommen in der Kurzarbeit liegt zwischen 80 und 90 Prozent:
    - 90% bei einem monatlichen Entgelt vor der Kurzarbeit bis € 1.700,- brutto
    -
    85% bei einem monatlichen Entgelt bis € 2.685,- brutto und
    -
    80% bei einem monatlichen Entgelt über € 2.685,- brutto.
     
  • Kurzarbeit gilt auch, wenn der Betrieb vollständig geschlossen ist.
     

Spricht aus Unternehmenssicht etwas gegen die Kurzarbeit?

Nein. Auf Drängen der Sozialpartner wurde die Corona-Kurzarbeit für Unternehmen noch attraktiver gemacht. Die Bundesregierung übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte in Corona-Kurzarbeit ab dem ersten Tag. Mit dieser in der Nacht auf den 17. März erreichten Einigung ist ein Paket geschnürt, das die größte finanzielle Unterstützung für Unternehmen sicherstellt. Aus jetziger Sicht gibt es keinen Grund, ArbeitnehmerInnen zu kündigen.

Die Vorteile für deinen Arbeitgeber sind:

  • Das AMS kommt für alle entfallenen Arbeitsstunden auf. Der Arbeitgeber bezahlt nur die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.
  • Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer muss während der Kurzarbeit Alturlaub und Zeitguthaben zur Gänze verbrauchen.
  • Im Gegensatz zur Kündigung werden keine Beendigungsansprüche fällig (Sonderzahlungen, Urlaub).

Auf keinen Fall einvernehmliche Auflösungen oder
Aussetzungsverträge ohne Rücksprache unterschreiben!

 

Für alle Fragen zum Thema Corona und Arbeit gibt es eine gemeinsame bundesweite ÖGB/AK Hotline 0800/22 12 00 80 (9 – 19 Uhr von Montag bis Freitag erreichbar) und die dazugehörige Homepage www.jobundcorona.at.

FAQS - CORONA und Kurzarbeit

DownloadS - Kurzarbeit

pdf 602 KB (zu verwenden, wenn es EINEN BETRIEBSRAT in deiner Firma gibt)
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Symbolbild Busreisen 01.04.2020

Große Erleichterung unter MitarbeiterInnen

Kerschner Reisen schickt Belegschaft in die Corona-Kurzarbeit.
30.03.2020

Kurzarbeit bei Fast-Food-Gigant

McDonald’s schickt tausende MitarbeiterInnen in die Corona-Kurzarbeit.
Firma Saubermacher 30.03.2020

Kurzarbeit auch bei Saubermacher

Rasche und flexible Möglichkeit, um Beschäftigte zu halten.
30.03.2020

Siegl’s Pub Wiener Neustadt

Kurzarbeit: vida half schneller als die Wirtschaftskammer.
Symbolbild Taxi, Schild 26.03.2020

Kurzarbeit auch für Taxler

Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität.
24.03.2020

Zusammenstehen auch in der Krise

Corona-Kurzarbeit für Kosmetik-Quintett.
Symbolbild Reinigung 20.03.2020

Keine leichte Entscheidung

Überarbeitetes Kurzarbeitsmodell ausschlaggebend.
24.03.2020

Hoffnung in dramatischer Situation

Garden Inn Wiener Neustadt schickt MitarbeiterInnen in die Kurzarbeit.
Cafe Landtmann, großer Saal 23.03.2020

Verantwortungsvolle als Sieger

Nach Kalkulation Verantwortung übernommen.
Gastronom Andreas Fuith aus Wien 20.03.2020

„Kündigung ist keine Option“

Unternehmer Fuith macht von Corona-Kurzarbeit Gebrauch.
19.03.2020

Friseurin kämpft für ihre MitarbeiterInnen

Mit Kurzarbeit durch die Corona-Krise.

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