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Zugsunglück/Münchendorf: Gewerkschaft vida weist Vorverurteilung des Triebfahrzeugführers zurück.

vida-Tauchner: Solange Unfallursache nicht zweifelsfrei geklärt ist, ist es völlig unangebracht, bereits von menschlichem Versagen zu sprechen

„Solange Mängel im Betriebsablauf nicht ausgeschlossen werden können und die Unfallursache nicht zweifelsfrei geklärt ist, ist es völlig unangebracht, bereits von menschlichem Versagen als Ursache des Unglücks zu sprechen", hält Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Plattform Lokfahrdienst in der Gewerkschaft vida, nach dem Zugsunglück vom Montagabend in Münchendorf (Bezirk Mödling) auf der Pottendorfer Linie fest. Tauchner weist daher "die verfrühten Schlüsse und Vorverurteilung eines schwerverletzten Beschäftigten" durch die stellvertretende Generaldirektorin der Raaberbahn, Dr. Hana Dellemann, entschieden zurück. "Die kompletten Untersuchungsergebnisse sind abzuwarten. Jeder Beschäftigte hat Anspruch auf eine faire Behandlung", bekräftigt Tauchner.

Die Gewerkschaft vida spricht den Angehörigen des beim Unglück zu Tode gekommenen Fahrgastes ihr tiefes Mitgefühl aus und wünscht allen beim Unglück Verletzten eine baldige Genesung.

 

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Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner