vida

Trinkgeld berücksichtigt

Zusätzlicher Verhandlungserfolg bei Kurzarbeitsverlängerung.

Mit der Kurzarbeitsverlängerung, auf die sich die Sozialpartner vergangene Woche geeinigt haben, gibt es einen verbesserten Trinkgeldersatz für körpernahe Dienstleister und Tourismus- und Gastronomiebeschäftigte. Immerhin gefährdet der aktuelle Lockdown einmal mehr Existenzen vieler Kolleginnen und Kollegen.

Der vida-Verhandlungserfolg im Detail: ArbeitnehmerInnen in den sogenannten Trinkgeldbranchen verlieren in Kurzarbeit nicht nur 10, 15 oder 20 Prozent ihres Einkommens, sondern auch viel Trinkgeld. Sie bekommen dafür ab Dezember eine erhöhte Vergütung. Die Bemessungsgrundlage für das Kurzarbeitsentgelt des/der ArbeitnehmerIn wird um fünf Prozent erhöht.  

Weiter 80 bis 90 Prozent des letzten Gehalts/Lohns in Kurzarbeit 

Diese Verbesserungen ändern nichts an den bestehenden Regelungen der Kurzarbeit in anderen Branchen: ArbeitnehmerInnen, die in Kurzarbeit sind, bekommen weiterhin 80 bis 90 Prozent des letzten Einkommens. Das Einkommen während der Kurzarbeit orientiert sich am Bruttoentgelt vor der Kurzarbeit (inklusive Zulagen, Zuschläge und laufender Provisionen, nicht hingegen Aufwandsentschädigungen/Diäten und Überstundenentgelte).

Beispiele:

KellnerIn, Vollzeit-Arbeit

Bisher: Eine KellnerIn hat vor der Kurzarbeit 1.760,00 Euro brutto Lohn bekommen. In der Kurzarbeit hat sie monatlich netto ca. 1.178,67 überwiesen bekommen.

NEU: Der Bruttolohn von 1.760,00 Euro wurde durch die Trinkgeldoption um fünf Prozent auf 1.848,00 Euro angehoben. Das ergibt ein Kurzarbeitsentgelt in Höhe von ca. 1.226,96 Euro netto.

FriseurIn, Teilzeit 25 Stunden

Bisher: Eine FriseurIn hat vor der Kurzarbeit 969,38 € brutto Lohn bekommen. In der Kurzarbeit hat sie monatlich netto ca. 739,10 Euro überwiesen bekommen.

NEU: Der Bruttolohn von 969,38 Euro wurde durch die Trinkgeldoption um fünf Prozent auf  1.017,84 Euro angehoben. Das ergibt ein Kurzarbeitsentgelt in Höhe von ca. 777,29 Euro netto.

 

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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner