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Pflichtpraktika im Tourismus aussetzen

Druck von SchülerInnen nehmen und Arbeitslosenzahlen minimieren.

Ferialjobs sind in Zeiten der Corona-Krise Mangelware. Besonders hart trifft es jene rund 50.000 Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen, die ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Für den Vorsitzenden des Fachbereichs Tourismus in der vida, Berend Tusch, ist überhaupt nicht nachvollziehbar, "warum das Bildungsministerium unserer Forderung der Aussetzung der heurigen Pflichtpraktika nicht nachkommt. Nachdem in keiner Weise klar ist, wie das Arbeitsaufkommen im Sommer aussieht, können viele Betriebe sowieso nur Absagen erteilen, was zu einem sehr großen Teil auch schon passiert ist."

Große Besorgnis, aber keine Lösung in Sicht

vida-Gewerkschafter Tusch sprechen die von ORF-Radios am Dienstag befragten Schülerinnen und Schüler aus Tourismus-Fachschulen aus der Seele:

„Die jungen Leute sind natürlich besorgt, weil sie einerseits den Druck haben, Praktikumsplätze zu bekommen, um das Jahr positiv abschließen zu können und es andererseits von der Regierung keine Bemühungen gibt, diese Praktika für heuer einfach auszusetzen.“

Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus

Mit der Aussetzung der Praktikumspflicht ohne Nachholen könne Bildungsminister Faßmann außerdem einen Beitrag leisten, die Arbeitslosenzahlen im Land zu minimieren. „Natürlich ist klar, dass im Sommer zuerst auf die derzeit arbeitslosen Tourismus-Beschäftigten zurückgegriffen werden muss, bevor Praktikantinnen und Praktikanten zum Einsatz kommen“, macht vida-Gewerkschafter Tusch deutlich.

Gemeinsam an den Verhandlungstisch
vida-Gewerkschafter Tusch ist jederzeit bereit, mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft Gespräche aufzunehmen, um weitere, spätestens im Sommer aufkommende Probleme zu lösen.

„Es sind nur noch 10 Tage, bis die Gastronomie wieder aufsperren darf und noch 24 Tage bis zur Hotellerie-Öffnung. Lassen wir hier keine Zeit verstreichen. Zum Beispiel sind Dinge wie Kurzarbeit für Saisonbetriebe oder generell der Umgang mit Beschäftigten, sollte der Umsatz nicht stimmen, nicht geklärt. Es braucht hier dringend Lösungen.“

vida-Gewerkschafter Berend Tusch

 

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Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner