Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert vida.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr Infos
vida
Aktion Praterstern Im Rahmen der Kampagne „Zeig Herz. Zeig Respekt. Zeig Courage.“ verteilt vida an BuslenkerInnen und Fahrgäste Postkarten mit Verhaltenstipps bei Übergriffen.

Zeig Herz. Zeig Respekt. Zeig Courage!

vida startet Zivilcourage-Kampagne für BusfahrerInnen und Fahrgäste.

„Ein Fahrgast, der den Ausstieg verpasst hatte, forderte einen Buslenker der Firma Blaguss auf, während der Fahrt anzuhalten. Der Lenker verneinte, da ein Anhalten und Aussteigen zwischen zwei Station nicht gestattet ist. Der Fahrgast schlug dem Fahrer daraufhin ins Gesicht und öffnete gewaltsam die Einstiegstür. Der Buslenker erlitt eine Rissquetschwunde auf der Stirn sowie Prellungen und Abschürfungen im Kopfbereich“.

Das ist nur ein Beispiel von vielen körperlichen und verbalen Übergriffen auf LenkerInnen von privaten Autobusbetrieben im öffentlichen Wiener Linienbusverkehr. vida und BetriebsrätInnen wollen jetzt mit der Kampagne Zeig Herz. Zeig Respekt. Zeig Courage" gegensteuern.

Vorfälle und Übergriffe angestiegen

2018 hat es bei den privaten Autobusbetrieben zehn körperliche Angriffe auf BusfahrerInnen gegeben, zu verbalen Übergriffen wie Beleidigungen und Beschimpfungen kommt es täglich. „Die Attacken werden auch zunehmend brutaler. Betroffene sind nicht nur mit den teils schwerwiegenden Folgen körperlicher Gewalt konfrontiert. Es kommen meistens noch Angstzustände und weitere psychische Probleme mit Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben dazu“, weiss Helmut Gruber, vida-Landesvorsitzender, zu berichten.

Zivilcourage - aber richtig!

Übergriffe und Beschimpfungen gegen Beschäftigte sind kein Kavaliersdelikt! Ein gezieltes couragiertes Einschreiten von Fahrgästen in einer Konfliktsituation ist aber nur dann sinnvoll, wenn man sich dabei nicht selbst und andere Personen gefährdet. „Oft genügt es schon, die Polizei mit dem Handy zu rufen oder sich mit anderen Fahrgästen gemeinsam deeskalierend einzumischen!“, rät Gudrun Thiemer, zuständige Wiener vida-Landessekretärin für den Straßentransport. Im Rahmen der Kampagne „Zeig Herz. Zeig Respekt. Zeig Courage.“ verteilt vida an BuslenkerInnen und Fahrgäste Postkarten mit aufgedruckten Verhaltensregeln.

Notfalltasten gefordert

Die BetriebsrätInnen der privaten Autobusunternehmen und vida fordern zudem eine Notfalltaste für die LenkerInnen im Bus. So soll der/die BusfahrerInnen schnell eine direkte Verbindung zur jeweiligen Leitstelle eines Betriebes herstellen können, damit rasch Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Notfalltaste sowie die Trennung der FahrerInnen mittels geschlossener Kabine zum Fahrgastraum sollen zukünftig europaweit verpflichtende Kriterien von Busausstattungen in Ausschreibung von Linienverkehren werden.

Unterstützung auf EU-Ebene

Für diese Forderung konnte auch die Unterstützung der Abgeordneten zum Europäischen Parlament, Evelyn Regner, gewonnen werden. Regner macht sich auf europäischer Ebene für mehr Bewusstsein für das Thema Gewalt am Arbeitsplatz und für einen besseren Schutz der Beschäftigten stark.

Psychologische Hilfe für betroffene BuslenkerInnen und andere ArbeitnehmerInnen ist wichtiger denn je!

Rat und Hilfe für Betroffene auf www.tatortarbeitsplatz.at

Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Straße Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 534 44 79 580 +43 (0) 1 534 44 102 510 strasse@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Straße in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller BerufskraftfahrerInnen in Österreich. Beschäftigte in der Güterbeförderung, Spedition und Logistik gehören ebenso dazu wie AutobuslenkerInnen oder aber auch Mietwagen- und TaxifahrerInnen. Am „Arbeitsplatz Straße“ unterwegs zu sein, ist mit einer hohen Verantwortung verbunden. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Wir machen uns vor allem für jene BerufskraftfahrerInnen stark, die mit schwerwiegenden arbeitsrechtlichen Problemen zu kämpfen haben. Fragwürdige Praktiken bei der Entlohnung ebenso wie teils nicht ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung oder dubiose Scheinselbständigkeit sind die Hauptthemen unserer Arbeit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben.

Fachbereichsvorsitzender: Anton Kos
Fachbereichssekretär: Karl Delfs

Artikel weiterempfehlen