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AUA-Sparpaket für Bordpersonal muss sofort weg!

Nach AUA-Rekordergebnis müssen jetzt Beschäftigte entlastet werden.

Die Gewerkschaft vida begrüßt es, dass die Austrian Airlines (AUA) nicht zuletzt aufgrund des enormen Einsatzes der Beschäftigten ein Sommerergebnis wie seit Jahrzehnten nicht mehr eingeflogen haben und durch ihren Steigflug die ihr gewährten Staatshilfen vorzeitig zurückzahlen kann. „Unter diesen geänderten Voraussetzungen muss auch das Sparpaket für die Beschäftigten sofort beendet werden“, fordert Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt.

„Ich nenne so etwas Foulplay seitens des AUA-Managements bei den Sonderkollektivvertragsverhandlungen zum Inflationsausgleich, da dabei kein Wort von den heute bekannt gewordenen Entwicklungen zu vernehmen war.“

Daniel Liebhart, Vorsitzender vida-Fachbereich Luftfahrt
 

In einer Mitarbeiterveranstaltung („RedHour“) sei vom Management damals die Lage vielmehr so dargestellt worden, dass man das im Zusammenhang mit der Pandemie und den Staatshilfen verlangte Sparpaket für die Beschäftigten nicht auflösen könne, da der Staatskredit noch laufe.

Leistungen der Beschäftigten honorieren

„Die positive Geschäftsentwicklung, war offensichtlich bereits länger bekannt, da sie schon mit einer Inseratenkampagne in den Medien vorgeplant war – in den KV-Verhandlungen wurde diese Information jedoch zurückgehalten“, so vida-Gewerkschafter Liebhart. Gerade aber das Sparpaket bei der Austrian sei ein gemeinschaftlicher Kraftakt gewesen, um das Unternehmen langfristig abzusichern. „Da sich die Situation wieder ins Bessere für das Unternehmen gedreht hat, ist das Sparpaket für die Beschäftigten nicht mehr vertretbar und muss sofort zurückgenommen werden – darauf werden wir jetzt in Verhandlungen drängen“, bekräftigt Liebhart. Schließlich sei auch die Produktivität der Beschäftigten auf ein neues Spitzenniveau gestiegen.

Gewerkschaftsmitglieder jetzt gefragt

„Das Unternehmen verbreitet in kostspieligen Inseratenkampagnen Jubelmeldungen über die Geschäftszahlen und die Beschäftigten sollen nach wie vor ein Sparpaket tragen – das kann es nicht sein“, so Liebhart, der auch ankündigt, dass die vida ab morgen Freitag, 28. Oktober 2022, die Meinung ihrer Gewerkschaftsmitglieder im Bordbereich abfragen wird, um unter anderem auch in diesem Punkt gestärkt an das AUA-Management herantreten zu können.

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Der Fachbereich Luft- und Schiffverkehr in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen, die im Bereich Boden, Bord, Flugsicherung und in der Schifffahrt beschäftigt sind. Hier treffen PilotInnen, FlugbegleiterInnen, LuftfahrzeugtechnikerInnen, FlughafenarbeiterInnen und FluglotsInnen auf Beschäftigte in der Binnen- und Hochseeschifffahrt. Damit sie ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Wir achten auf die Einhaltung bestehender Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen, setzen uns für korrekte arbeitsrechtliche Bedingungen und die Verbesserung der kollektivvertraglichen Regelungen ein und verhandeln neue Kollektivverträge. Im Bereich der Schifffahrt machen wir uns gemeinsam mit internationalen Verkehrsgewerkschaften für einheitliche europäische Regelungen und verstärkte Kontrollen stark, um so die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.

Fachbereichsvorsitzender: Daniel Liebhart
Fachbereichssekretär: Philip Gastinger