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Gewerkschaftlicher Druck wirkt

Sonder-KV-Verhandlungen für Ordensspitäler starten am 21. Oktober.

„Die Beschäftigten brauchen so schnell wie möglich höhere Einkommen, damit sie ihre laufenden Rechnungen weiter begleichen können und nicht in der Schulden- und Armutsfalle landen“, sagt Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida, und gibt damit die Richtung für die morgen, 21. Oktober 2022, um 9 Uhr im Herz Jesu Krankenhaus in Wien startenden Sonder-KV-Verhandlungen für die Ordensspitäler vor, in denen knapp 10.000 Menschen beschäftigt sind.

Plus 500 Euro monatlich

Der gewerkschaftliche Druck in Form von Betriebsversammlungen in den vergangenen Wochen hat dafür gesorgt, dass die Arbeitgeber jetzt doch verhandeln wollen, nachdem die von der Gewerkschaft vida geforderte Sonder-KV-Runde zunächst abgelehnt wurde.

„Es muss klar sein, dass es für die Kolleginnen und Kollegen eine massive Abgeltung der Teuerung geben muss.“

Gerald Mjka, Vorsitzender vida-Fachbereich Gesundheit

Dementsprechend ändert sich nichts an der Forderung von plus 500 Euro monatlich.

2.000 Euro Brutto-Mindestlohn

„Nur gute Lohnabschlüsse garantieren nachhaltig den Erhalt der Kaufkraft, Einmalzahlungen und Gutscheine der Regierung tun das jedenfalls nicht“, sagt vida-Gewerkschafter Gerald Mjka. Grundlage für die vida-Forderung in Höhe von 500 Euro ist die Analyse der Preissteigerungen in lebensnotwendigen Ausgabenbereichen im Vergleichszeitraum März 2022 bis August 2022. „Übersteigt die durchschnittliche Inflation seit dem letzten KV-Abschluss unsere 500-Euro-Forderung, so fordern wir einen entsprechend höheren Betrag, der je nach Abschlussmonat festzulegen ist“, präzisiert Mjka.

Im Einsatz für echten Teuerungsausgleich

Gerade untere Einkommen werden mit einem festgelegten Fixbetrag für alle stärker erhöht, die Beschäftigten bekommen damit einen „echten und nachhaltigen Teuerungsausgleich“.

„Viele Kolleginnen und Kollegen fürchten sich davor, dass im Winter die Wohnungen kalt bleiben, weil die Heizkosten nicht bewältigbar sind. Es kann nicht sein, dass die Menschen jeden Tag ihren Beitrag leisten, sich das Leben aber trotz Vollzeitjob nicht mehr leisten können.“

Gerald Mjka, Vorsitzender vida-Fachbereich Gesundheit

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