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Alarm in Speising

Krone berichtet: Spitalsbeschäftigte überlastet.
Neuer Arbeitstag, neues Überlastungsprotokoll: Im OP-Bereich der Klinik Speising in Wien scheint die Belastung für die Beschäftigten deutlich zu hoch zu sein. So hoch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betonen, das Wohlergehen der PatientInnen nicht mehr gewährleisten zu können. Mithilfe von sogenannten Überlastungsprotokollen wandten sie sich bereits mehrfach an die Chefetage in Speising.
 
„Die Kolleginnen und Kollegen sind mit ihren Kräften am Ende. So darf es keinen Tag weitergehen.“
 
Gerald Mjka, Vorsitzender vida-Fachbereich Gesundheit
 
Nur Vertröstungen
 
Über die Arbeitsbedingungen im Wiener Krankenhaus berichtet am Mittwoch, den 23. Februar, die Kronen Zeitung. „Überlastete Kollegen machen Fehler und nur die unbedingt notwendigsten Tätigkeiten, um den Arbeitsalltag überhaupt zu schaffen“, so ein OP-Pfleger im Artikel. Auch Betriebsrätin Helga Kien schlägt Alarm: 
 
„Im Idealfall sollte Überlastungsanzeigen aufzeigen, dass etwas nicht rund läuft. Im Moment werden die betroffenen Kollegen zwar zu Gesprächen eingeladen, aber nur vertröstet.“
 
Helga Kien, BR-Vorsitzende Spital Speising
Jetzt ist Handeln gefragt!
 
Für vida-Gewerkschafter Gerald Mjka ist die Angelegenheit nicht neu: „Wir weisen auf die Probleme im Pflege- und Gesundheitsbereich seit vielen Jahren hin. Es herrscht eklatanter Personalmangel, auf den Corona nur ein Brennglas geworfen hat. Jetzt, wo die Pandemie offenbar dem Ende zugeht, sieht man, wie es in den Krankenhäusern und Pflegeheimen im Lande ausschaut. Die Kolleginnen und Kollegen sind mit ihren Kräften am Ende. So darf es keinen Tag weitergehen. Die Beschäftigten lassen sich die Arbeitsbedingungen nicht mehr länger gefallen. Das zeigen auch immer mehr Aktionen und Demonstrationen. Es schaut so, als würde die Bundesregierung den Beschäftigten keine andere Wahl als zu streiken lassen.“ 
 
Gemeinsam stark! 
 
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Über uns

Der Fachbereich Gesundheit in der Gewerkschaft vida vertritt eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen, die ein gemeinsames Betätigungsfeld vereint – nämlich das Wohlergehen von Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen. Hier finden sich sämtliche MitarbeiterInnen von Privatkrankenanstalten und Konfessionellen Einrichtungen Österreichs – von der hochdotierten Primaria bis zur Reinigungskraft. Wir vertreten auch die Beschäftigten der Sozialversicherung. Die MitarbeiterInnen der Bäder und Kuranstalten gehören zu dem vida-Fachbereich sowie ArbeiterInnen in Sauna-, Solarien- und Bäderbetrieben, HeilmasseurInnen und die medizinischen MasseurInnen in selbständigen Ambulatorien für physikalische Behandlungen, sofern es sich nicht um Angestellte oder Beschäftigte in Arztpraxen und Spitälern handelt. Dabei engagieren wir uns für faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Sie sind unabdingbare Voraussetzungen für ein Mehr an Lebensqualität.

Fachbereichsvorsitzender: Gerald Mjka
Fachbereichssekretärin: Farije Selimi