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Reinigungsbranche: 1,6 Prozent Lohnerhöhung gefordert

Klarer Auftrag an vida-Verhandlungsteam.

Einen eindeutigen Auftrag hat jetzt das Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida für die kommenden Lohnverhandlungen in der Reinigungsbranche bekommen. „Bei ihrer Konferenz in Wien am 16. November haben sich unsere Betriebsrätinnen und Betriebsräte einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Arbeitgeber ab 1. Jänner 2016 durchschnittlich 1,6 Prozent mehr Lohn zahlen müssen. Die Beschäftigten leisten erstklassige Arbeit und die muss auch dementsprechend am Lohnzettel honoriert werden. In Zahlen bedeutet das, dass die Arbeitgeber gerade einmal 14 Cent mehr auf den Brutto-Stundenlohn drauflegen müssen. Hier kann wirklich niemand von unüberbrückbaren Hürden sprechen“, so Ursula Woditschka, Sekretärin des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement.

Verhandlungen müssen neu durchstarten

Die BetriebsrätInnenkonferenz wurde einberufen, um über den aktuellen Stand der Lohnverhandlungen zu informieren. „Derzeit ignoriert die Arbeitgeberseite all unsere Vorschläge. Sie will uns nicht einmal von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten, sondern hat uns vorgeschlagen, unsere Forderungen telefonisch zu übermitteln“, zeigt sich Fachbereichsvorsitzende Monika Rosensteiner entsetzt. „Im Namen aller BetriebsrätInnen fordert die vida die Arbeitgeberseite auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir haben zwei mögliche Termine angeboten.“

„Die Konferenz ist in guter Stimmung verlaufen und hat die Ent- und Geschlossenheit unserer BetriebsrätInnen bewiesen. Sie schicken eine klare, leicht verständliche Botschaft an die Arbeitgeber. Und zwar, dass sie sich mit Jänner eine angemessene Lohnerhöhung erwarten. Diese Botschaft sollte jeder verstehen“, ist Woditschka überzeugt.

Druck kann erhöht werden

Sollte die Arbeitgeberseite die angebotenen Termine nicht wahrnehmen, sind die Gewerkschafterinnen entschlossen, den Druck zu erhöhen. Rosensteiner: „Eine BetriebsrätInnenkonferenz ist die unterste Eskalationsstufe im Arbeitskampf. Vorerst haben sich die BetriebsrätInnen in Wien getroffen. Ohne Probleme können wir aber auch gezielte Aktionen in den Bundesländern organisieren. Und zwar an öffentlichen Orten, wo dann jeder mitbekommen wird, wie mit uns umgegangen wird.“ 

„Reinigung hat ihren Wert und die Beschäftigten haben ihren Preis! Ab 2016 muss es für sie 14 Cent mehr pro Stunde geben“, schließt Woditschka.


Der Fachbereich Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der rund 40.000 ArbeitnehmerInnen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung, rund 70 Prozent davon sind Frauen. Aktuell liegt der Stundenlohn bei 8 Euro 23 brutto. Ein Großteil der Beschäftigten ist 25 Stunden pro Woche beschäftigt.

 

 

BetriebsrätInnenkonferenz Reinigungsbranche

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Über uns

Der Fachbereich Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen in Gebäudereinigungsfirmen, der SchädlingsbekämpferInnen, der HausbesorgerInnen und HausbetreuerInnen und Beschäftigten aus den Sicherheitsdiensten. Viele Betriebe lagern Dienstleistungen aus den Bereichen Reinigung und Wartung aus. Für die Beschäftigten stellen sich neue, vielfältige Arbeitsgebiete dar. Zu unseren Hauptaufgaben zählen die Verbesserungen der Kollektivverträge und die Erhöhung der jeweiligen Lohnsysteme in den jährlichen Verhandlungen. Da Ist-Löhne in diesem Wirtschaftsbereich keine Rolle spielen, sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besonders auf erfolgreiche Verhandlungen der Gewerkschaft angewiesen.

Fachbereichsvorsitzende: Monika Rosensteiner
Fachbereichssekretärin: Ursula Woditschka