Mehr Schutz für Bahnpersonal

Maskenkontrollen: 70 Prozent mehr Übergriffe!
Die große Mehrheit der Fahrgäste hält sich an die in den Zügen vorgeschriebene Maskenpflicht. Aber es gibt immer wieder einige wenige, die sich weigern, die Maske korrekt oder überhaupt aufzusetzen. Die Konsequenzen können eine Strafzahlung oder eine Aufforderung, den Zug zu verlassen, sein. In äußerst seltenen Fällen muss auch jemand von der Polizei aus dem Zug geholt werden. Bis zu zehn Mal am Tag verhängen die ÖBB eine Geldstrafe in Höhe von 40 Euro, weil ein Fahrgast sich beharrlich weigert, Maske zu tragen. 
Attacken auf ÖBB-Personal
 
Dass im Zusammenhang mit der Maskenpflicht auch die Gereiztheit zunimmt, zeige sich an den Attacken auf ÖBB-Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist die Zahl der verbalen und körperlichen Angriffe heuer um 70 Prozent in die Höhe geschnellt. Im ersten Halbjahr haben die ÖBB 180 Übergriffe gezählt. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 107, bestätigten die ÖBB dem ORF-Radio. Die meisten Übergriffe sind verbaler Natur. Die ÖBB betonen, dass Übergriffe auf das Personal in keiner Form zu akzeptieren sind und stellen sich zu 100 Prozent unterstützend hinter ihre MitarbeiterInnen
Übergriffe auf Beschäftigte verhindern
 
Diese Bekenntnisse sind der Gewerkschaft vida zu wenig. Sie fordert mehr Personal für Kontrolltätigkeiten. Gerald Trofaier vom vida-Fachbereich Eisenbahn hielt im Ö1-Mittagsjournal zu dieser Forderung fest, dass bei vielen Kontrolltätigkeiten eine Doppelbesetzung in vielen Fällen Übergriffe auf das Personal verhindern hätte können. 
Nur mehr zu zweit kontrollieren
 
„Kontrolltätigkeiten dürften generell nur mehr zu zweit durchgeführt werden“, betonte Trofaier. Das müsste auch im Rahmen der Verkehrsdiensteverträge mit den Bundesländern geregelt werden. In langen Railjet-Zügen gebe es schon jetzt bei den ZugbegleiterInnen eine Doppelbesetzung. Das sollte Standard werden, fordert der vida-Gewerkschafter, da die Diskussionen, die bei den Maskenkontrollen entstehen, eine Zusatzbelastung für die Beschäftigten sind. 
Tatort Arbeitsplatz
 
Die Gewerkschaft vida will mit ihrer Initiative >>> "Tatort Arbeitsplatz. Gib der Gewalt im Job keine Chance!" mehr Bewusstsein für das Thema Gewalt am Arbeitsplatz schaffen und bietet damit auch konkrete Informations- und Serviceleistungen wie Beratung und Gewaltprävention nicht nur für akut Betroffene an.
 
vida an deiner Seite

Du bist nicht allein! Deine vida hilft dir in vielen Lebenslagen und steht dir zur Seite. Je mehr wir sind, desto mehr können wir bewegen und uns für ein gutes und sicheres Leben für alle einsetzen!
 
Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Eisenbahn Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 534 44 79 590 +43 (0) 1 534 44 102 530 eisenbahn@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller ArbeitnehmerInnen der österreichischen Eisenbahnverkehrs- und Seilbahnunternehmungen. Er vereint Kolleginnen und Kollegen in den unterschiedlichsten Berufen, welche in der Schieneninfrastruktur, der Traktion, den Werkstätten, im Personen- und Güterverkehr oder im Bereich Managementservices beschäftigt sind. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehören genauso zu unseren Zielen wie zukunftsorientierte Einkommen und moderne, sichere und altersgerechte Arbeitsplätze. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Darüber hinaus machen wir uns für den Schutz und Ausbau der Daseinsvorsorge im Verkehr stark. Denn ein Aushungern des Öffentlichen Verkehrs kostet nicht nur hunderttausenden ÖsterreicherInnen ihre Mobilität und Chancen, sondern auch tausenden unserer MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz.

Fachbereichsvorsitzender: Günter Blumthaler
FachbereichssekretärInnen: Sabine Stelczenmayr, Robert Hofmann, Özlem Cizek
Betreuung Seilbahnen: Kajetan Uriach