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Weit weg von Forderungen der Gewerkschaft vida

KV Reinigung: Beschämendes Angebot der Arbeitgeber!

„Das Angebot, das uns die Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben, ist beschämend und weit entfernt von dem, was sich die Kolleginnen und Kollegen verdient haben“, kommentiert Monika Rosensteiner, Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida, die nach der zweiten Verhandlungsrunde ergebnislos unterbrochenen KV-Verhandlungen in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung.

"Das Angebot, das uns die Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben, ist beschämend und weit entfernt von dem, was sich die Kolleginnen und Kollegen verdient haben."

Monika Rosensteiner, Vorsitzende vida-Fachbereich Gebäudemanagement

Von Vollzeitjob leben können

Das derzeitige Angebot beläuft sich auf 1.814,63 Euro Brutto-Einstiegslohn. „Die Menschen müssen von einem Vollzeitjob leben können. Das ist mit dem angebotenen Einstiegslohn aber unmöglich“, betont Rosensteiner und verweist auf die Teuerung und die explodierenden Preise, die die Menschen an den Rand der finanziellen Existenz bringen. „Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage aber offenbar nicht erkannt und ignorieren ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, ist die vida-Gewerkschafterin empört. Auch bei der geforderten Infektionszulage für Reinigungskräfte in Krankenhäusern liege man meilenweit voneinander entfernt.

Vor Schulden- und Armutsfalle schützen

Es sei kein Wunder, dass MitarbeiterInnen das Weite suchen, so Rosensteiner. „Durch so ein Angebot werden die Kolleginnen und Kollegen praktisch in andere Branchen getrieben, was wiederum den Personalmangel in der Reinigungsbranche weiter verstärkt“, sagt die Gewerkschafterin und betont, dass man als Gewerkschaft zwei Jahre in Folge die angespannte wirtschaftliche Lage der Unternehmen in der Branche berücksichtigt und bei KV-Verhandlungen Verständnis dafür gezeigt habe. „Jetzt braucht es aber einen sozialpartnerschaftlichen Rettungsschirm, bevor die Kolleginnen und Kollegen in der Schulden-und Armutsfalle landen“, fordert Rosensteiner einen monatlichen Brutto-Mindestlohn in Höhe von 2.000 Euro gegen die Teuerung. „Nur gute Rahmenbedingungen und dementsprechende Lohnabschlüsse garantieren nachhaltig den Erhalt der Kaufkraft“, schließt die Fachbereichsvorsitzende.

 

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