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vida Magazin 1/2009

Wirtschaft und Arbeit in Zeiten der Krise

Wirtschaft und Arbeit in Zeiten der Krise. Mit diesem Schwerpunkt befassen wir uns in der Februar/März Ausgabe der vida-Zeitschrift. Hier der Kommentar vom vida-Vorsitzenden zum Thema:

Lehren aus der Krise

Die fetten Jahre sind vorbei! So lautet die Botschaft allerorts angesichts der Wirtschaftskrise. Betrachtet man die Vermögensverteilung in Österreich, muss man den Satz allerdings folgendermaßen umformulieren: Die fetten Jahre sind schon bisher an vielen Menschen vorbeigegangen. Ein Promille der österreichischen Haushalte besitzt acht Prozent des gesamten Geldvermögens. Das ist genau so viel, wie die unteren "50 Prozent" aller Haushalte in Österreich zusammengerechnet an Geld haben. Weitere Ergebnisse aus dem aktuellen Sozialbericht: Die Lohneinkommen wuchsen in den vergangenen Jahren wesentlich schwächer als Gewinne und Vermögen. Und im reichen Österreich sind rund eine Million Menschen armutsgefährdet.

Umdenken

Die Wirtschaftskrise erfordert  ein aktives Gegensteuern des Staates. Damit der Anstieg der Arbeitslosigkeit möglichst gering bleibt, wurden Konjunkturpakete und ein Bankenrettungspaket verabschiedet und die Möglichkeit, Kurzarbeit zu vereinbaren, ausgeweitet. Die Krise sollte aber auch dazu genützt werden, um die Fehlentwicklung bei der Verteilung  des Wohlstandes  zu korrigieren.Geiz  - nein danke!

Österreich zählt bei der Vermögensbesteuerung zu den Schlusslichtern unter den Industrieländern. Verteilungsgerechtigkeit sieht anders aus. Weniger Bescheidenheit bei der Besteuerung von Vermögen - mehr Solidarität mit jenen, die unsere Unterstützung brauchen. So müssen die Vorgaben für einen fairen Umbau des Steuersystems lauten. Die von der Regierung geplante Lohnsteuerreform zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen kann deshalb nur ein erster Schritt sein. Wir brauchen eine grundsätzliche Umstellung des Steuersystems, weg von Steuern auf Arbeit, hin zur Besteuerung der großen Vermögen.Wege aus der Armutsfalle

Wer  den Job verliert und nicht rasch einen neuen findet, rutscht leicht in die Armut ab. Denn die Sozialleistungen bei Arbeitslosigkeit sind in Österreich relativ niedrig. vida tritt für eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes ein. Auch die bedarfsorientierte Mindestsicherung muss rasch umgesetzt werden, um Armut in unserem Land zu verhindern.Deine Meinung ist uns wichtig.

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