vida

Für Vielfalt und Respekt

Starker Einsatz der Gewerkschaften gegen Homophobie.

Am 17. Mai wird jährlich der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie begangen. Die Gewerkschaft vida kämpft nicht nur an diesem Tag gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt. Wir setzen uns 365 Tage im Jahr für gleiche Rechte für alle Menschen ein. Insbesondere am Arbeitsplatz kämpfen viele LSBTIQ* Personen weiterhin täglich mit Diskriminierung.

Ursprung der Pride Bewegung

Blicken wir zurück auf das Jahr 1969 und die Ereignisse im Stonewall Inn in der Christopher Street in New York. Die 1960er Jahre waren für queere Personen geprägt von Polizeigewalt und Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und/oder geschlechtlicher Identität. Am 28. Juni 1969 begann der Widerstand dessen im Stonewall Inn. Lesben, Schwule und insbesondere Schwarze trans Frauen und trans Frauen of Colour wehrten sich gegen die Repressionen und kämpften für ihre Rechte in der Gesellschaft. Es ist wichtig, sich dieses historischen Ursprungs der „Pride Bewegung“ bewusst zu sein, und anzuerkennen, dass heutige Errungenschaften maßgeblich von und mit diesen auch heute noch stark diskriminierten Gruppen erstritten wurden.

Nichts ist selbstverständlich!

Wir dürfen uns nicht auf dem Status Quo ausruhen. Die politischen Auseinandersetzungen müssen weiter gehen. Rechte wie selbstbestimmtes Leben, körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit sollten für alle Menschen selbstverständlich sein, und es ist unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung, diese umzusetzen. Daher setzen wir uns als Gewerkschaft vida für die Ausweitung des Diskriminierungsschutzes in Österreich bzw. in Europa ein. Gleichzeitig fordern wir, dass die ILO 190 auch in Österreich ratifiziert wird. Dieses Übereinkommen über Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz ist eine wichtige internationale Verpflichtung zum Schutz der Menschen.

Mehr als ein Regenbogen

Die Gewerkschaftsbewegung setzt sich seit Bestehen für benachteiligte und diskriminierte Menschen ein. Wir beraten über die rechtliche Lage und stehen Betroffenen auch vor Gericht zur Seite.

"Einmal im Jahr die Regenbogenfahne schwenken reicht uns nicht! Wir brauchen ernst gemeintes Engagement gegen Diskriminierung. Menschen, die gemobbt, ausgeschlossen oder schikaniert werden, müssen geschützt werden. Deshalb kämpfen wir weiter Tag für Tag für mehr Gerechtigkeit und Vielfalt!"

Peter Traschkowitsch, Leiter der vida-Initiative "Tatort Arbeitsplatz"

Blick über den Tellerrand

Ein Partner im Kampf gegen Diskriminierung ist die deutsche Gewerkschaft ver.di.  „Diskriminierung und Ungleichheiten aus unterschiedlichen Gründen sind in der Europäischen Union nach wie vor eine alltägliche Wirklichkeit“, weiß Carsten Bock, Sprecher Bundesarbeitskreis Regenbogen in ver.di. Das bestätigt unter anderem der Grundrechtebericht 2020 der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, gleiches gilt für Deutschland, wie Bock betont: „Der Jahresbericht 2019 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes dokumentiert, dass die Zahl der gemeldeten Diskriminierungsfälle erneut gestiegen ist. Die bestehenden vier Europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien stellen einen umfassenden Diskriminierungsschutz leider nicht sicher. Es bestehen erhebliche Schutzlücken in den Bereichen Sozialschutz, Bildung sowie im Güter- und Dienstleistungsverkehr. Daher ist die Weiterentwicklung des Diskriminierungsschutzes dringend geboten.“

Auch wenn Teile der 5. EU-Antidiskriminierungsrichtlinie bereits in einigen Ländern, u.a. Deutschland umgesetzt wurden, muss der Diskriminierungsschutz weiter vollständig und in allen Ländern Europas gleichermaßen gewährleistet werden, fordert ver.di-Gewerkschafter Bock: „Der bereits 2008 erstmals eingebrachte Vorschlag für die 5. EU-Antidiskriminierungsrichtlinie, die Richtlinie zur Anwendung des Grundsatzes der Gleichbehandlung ungeachtet der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, muss folglich nun endlich verabschiedet werden. Dazu fordern wir die Politik und die Bundesregierung auf.“

vida an deiner Seite 

Du bist nicht allein! Deine vida hilft dir in vielen Lebenslagen und steht dir zur Seite. Gewerkschaft sind wir alle und je mehr wir sind, desto lauter und stärker können wir uns für faire und gesunde Arbeitsbedingungen, gegen Diskriminierung und für ein gutes Leben für alle einsetzen! Tritt unserer Gewerkschaftsbewegung bei!