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Reinigungsbranche

Beschäftigte verdienen mehr Anerkennung! vida kämpft für Verbesserungen.

Eine hochkarätig besetze ExpertInnen-Enquete zum Thema „Die Reinigungsbranche. Eine Branche die Anerkennung und Respekt verdient. Auf dem Weg zum gleichen Lohn.“ veranstalteten die vida-Frauen gemeinsam mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft am 17. Juni in Wien.

Reinigungskräfte halten System am Laufen
In Zeiten erhöhter Hygieneanforderungen wird uns noch deutlicher, welche wichtige Arbeit die Beschäftigten der Reinigungsbranche – oft mit geteilten Diensten an den Tagesrandzeiten, die den Tag zerreißen und eine zweimalige Anreise zum Dienstort erfordern – leisten. ExpertInnen diskutierten bei der Enquete, wie etwa die Gewerkschaftsforderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit innerhalb der Branche aber auch zwischen den Geschlechtern in der Reinigung erreicht werden kann. Die mehrheitlich von Frauen zu Tagesrandzeiten in Bürogebäuden verrichtete Reinigungsarbeit muss sichtbarer und mehr wertgeschätzt werden. Denn die Reinigungskräfte halten mit ihrer Arbeit unser System am Laufen. Sie sorgen für Sauberkeit und nicht zuletzt auch für Gesundheit.

Frauen müssen beim Lohn aufholen
Zumeist sind es Frauen, die in der Unterhaltsreinigung oft in Teilzeit mit dem Wunsch nach mehr Stunden und somit nach mehr Lohn arbeiten. Sie geraten vor dem Hintergrund einer stark durch Wettbewerb getriebenen Branche immer mehr unter Druck. Viele Auftraggeber sorgen nach dem Motto „Hauptsache billig muss es sein, weil putzen kann ja jeder“ mit hartem Preisdumping für stressige und körperlich anstrengende Arbeitsbedingungen bei vielfach nur geringer Bezahlung. Zudem verdienen die Frauen in der Reinigung zumeist weniger als ihre männlichen Kollegen in der Sonderreinigung – im Schnitt macht das netto 300 Euro weniger Einkommen für die Frauen aus. 

Wie verbessern?


Was sind die Gründe für die Ungleichbehandlungen in der Branche und wie können wir dieses System für die Beschäftigten und vor allen für die Frauen verbessern? Zu möglichen Lösungsansätzen und Maßnahmen für die Branche, in der 67 Prozent Frauen mit einem Altersdurchschnitt von knapp unter 50 Jahren und zumeist mit Migrationshintergrund arbeiten, sprachen und diskutierten bei der Enquete:

  • Corinna Schumann, ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin
  • Olivia Janisch, vida-Frauenvorsitzende und stv. vida-Vorsitzende
  • Sandra Konstatzky, Leiterin der Geleichbehandlungsanwaltschaft
  • Klaus Mayr, Arbeitsrechtsexperte und Referent der AK OÖ
  • Ursula Woditschka, vida-Fachbereichssekretärin für Gebäudemanagement
  • Gerhard Komarek, WKÖ Bundesinnung Denkmal-, Fassaden-, und Gebäudereinigung
  • Katharina Mader, Ökonomin am Institut für heterodoxe Ökonomie der WU Wien

Die einzelnen Rede- und Diskussionsbeiträge können im Video zur Veranstaltung nachgesehen werden:

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