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Armut vermeiden - Ungleichheit verringern

vida-Vorsitzender Kaske eröffnet 2. Gewerkschaftstag.

"Die Kluft zwischen Arm und Reich hat in den vergangenen Jahren zugenommen, die Ungleichheit ist gestiegen", kritisiert Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida heute Abend bei der Eröffnung des 2. Gewerkschaftstages. Zur Armutsvermeidung gehöre auch, dass die in Österreich besonders hohen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern stärker ins Blickfeld gerückt werden.

350.000 Menschen trotz Arbeit arm

Österreich sei ein reiches Land und dennoch sind rund eine Million Menschen armutsgefährdet. Rund zehn Prozent der Beschäftigten, also 350.000 Menschen, sind trotz Arbeit arm. Viele davon sind atypisch beschäftigt, viele haben keine ganzjährig durchgehende Beschäftigung. "Aber auch die Einkommensdiskriminierung von MigrantInnen und das hohe Lohngefälle, das es in Österreich zwischen Frauen und Männern gibt, sind mit ein Grund dafür, warum vielen Menschen nicht genug Geld bleibt, um gut über die Runden zu kommen", berichtet Kaske.

Sozialstaat ist wesentlich für Armutsbekämpfung

Öffentliche Dienstleistungen sind eine wichtige Voraussetzung, um die Menschen dabei zu unterstützen, der Armutsfalle zu entkommen. "Deshalb ist es so wichtig, dass trotz Budgetkonsolidierung genügend Geld für Investitionen in die Zukunft unseres Landes aufgewendet wird", weiß der vida-Vorsitzende. Das gilt für die Kinderbetreuung und die Ausbildung genauso wie für den Pflegebereich und den öffentlichen Verkehr. "Wer bei diesen Leistungen spart, verringert die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Wer in diesen Bereichen kürzt, verschärft die Ungleichheit zwischen Arm und Reich", so Kaske.

vida setzt sich für mehr Verteilungsgerechtigkeit ein

Arm trotz Arbeit könne daher kein Zukunftsprogramm sein. Als gesellschaftspolitische Kraft setzt sich vida dafür ein, dass Armut keinen Platz in diesem Land mehr hat. "Wir treten gemeinsam für mehr Verteilungsgerechtigkeit ein und kämpfen gemeinsam für ein gutes Leben für alle ArbeitnehmerInnen", schloss Kaske seine Eröffnungsrede vor rund 700 nationalen und internationalen Gästen.

Von 9. bis 11. November 2010 findet der 2. Gewerkschaftstag der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida im Wiener Austria Center statt. Im Zentrum der Grundsatz-Debatte steht das Thema Verteilungsgerechtigkeit und die Diskussion eines konkreten Modells der Vermögensbesteuerung. vida-Vorsitzender Rudolf Kaske und seine StellvertreterInnen stellen sich beim Gewerkschaftstag der Wiederwahl.

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