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Gewerkschaften und AK: In der Arbeitszeit testen!

Personal in den ersten Bildungseinrichtungen braucht Sicherheit.

Ab Montag sind Kindergärten und Horte wieder offiziell geöffnet. „Dann werden auch die letzten Gruppen wieder komplett voll sein, nachdem die ersten Kinderbildungseinrichtungen bereits im Lockdown mehr als gut besucht waren.“, sagt Judith Hintermeier, selbst Pädagogin und Bundesfrauenreferentin in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. Und sie spricht die Ängste des Kindergarten-Personals aus: „Damit steigt das Ansteckungsrisiko noch einmal deutlich an. Denn es ist nur ein Mythos, dass in den Kindergärten nichts passiert. Das zeigen die Meldungen unserer Mitglieder und auch die vielen Medienberichte von Corona-Hotspots in den ersten Bildungseinrichtungen.“

Begrüßenswert: Minister erwähnt erste Bildungseinrichtungen

Bildungsminister Heinz Faßmann möchte mit österreichweiten Tests des Kindergarten- und Hort-Personals auf das Risiko reagieren. ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann begrüßt diesen Vorschlag: „Erstmals, seit Ausbruch der Pandemie, hat Minister Fassmann die ersten Bildungseinrichtungen ausdrücklich erwähnt und seine Unterstützung zugesichert. Damit bekommen die KollegInnen endlich auch die Aufmerksamkeit für ihre Arbeit, die sie verdienen.“

Forderung 1: Tests müssen in der Arbeitszeit stattfinden können!

Doch bei den Tests, die flächendeckend einmal in der Woche stattfinden sollen, treten schon jetzt in der Praxis gravierende Probleme auf. Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, berichtet von Fällen, in denen KollegInnen die Tests in der Freizeit absolvieren müssen. Sie fordert daher: „Tests müssen in der Arbeitszeit stattfinden können! Es ist schließlich kein Privatvergnügen, es dient auch der Gesundheit der Allgemeinheit gegenüber.“

Forderung 2: Tests müssen leicht zugänglich sein!

„Das beste Modell hat Wien“, sagt Christa Hörmann, stellvertretende Vorsitzende der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. „Da werden die Tests vor Ort durchgeführt und das selbstverständlich in der Arbeitszeit. So etwas muss auch in ländlichen Gegenden möglich sein. Denn es kann nicht sein, dass viele KollegInnen in weit entfernte Teststraßen fahren müssen, wenn es zum Beispiel effizienter mit einem mobilen Test-Team funktioniert.“

Forderung 3: Tests müssen kostenlos sein!

Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida: „Die Tests müssen für die Kindergartenbeschäftigten einfach und hürdenlos zugänglich und vor allem kostenlos sein."

Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer: „Eltern, vor allem arbeitende, sind am Limit, sie brauchen geöffnete Einrichtungen schon längst und dringend. Dafür brauchen die MitarbeiterInnen in den ersten Bildungseinrichtungen jetzt größtmögliche Sicherheit, denn sie haben die Krise schon bisher mit viel Einsatz und Mut bewältigt. Dafür sind regelmäßige, leicht zugängliche und kostenlose Testungen ganz wichtig – und selbstverständlich in der Arbeitszeit.“

Genauer Blick auf die Impfungen!

ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann abschließend: „Wir werden auch ganz genau darauf schauen, wie es mit den freiwilligen Impfungen funktioniert! Denn wir haben uns dafür stark gemacht, dass das gesamte Bildungspersonal bereits in Phase 2 geimpft wird. Und wir werden als gesetzliche Interessensvertretung des Kindergarten- und Hortpersonals weiterhin für mehr Rechte kämpfen!“

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