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Gewerkschaft vida: Gesundheitssystem – Investieren statt Kaputtsparen

„Forderung nach Einsparung von Intensivbetten ist hochfahrlässig“

„Zuerst erzählt uns die Regierung, wir müssen in der Freizeit zuhause bleiben, es werden Betriebe gesperrt und das öffentliche Leben stark reduziert. Alles, damit nicht zu viele Menschen krank werden und das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Sogar der Rechnungshof räumt ein, dass Covid-19 die Sicht der Dinge auf Kapazitäten geändert hat. Und jetzt weisen Experten vor dem Internationalen Tag der Pflege darauf hin, dass im Gesundheitssystem gespart werden müsste. Das ist eine Frechheit“, sagt Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit der Gewerkschaft vida, und reagiert damit auf die Ausführungen von Thomas Czypionka vom Institut für Höhere Studien, der am Montag im "Standard" meinte, dass das glimpfliche Abschneiden des Landes nicht mit der hohen Anzahl an Akutbetten zusammenhänge. Gewerkschafter Mjka dazu: „Zu sagen, dass bei Intensivbetten gespart werden müsste, ist hochfahrlässig.“

Anstatt einzusparen müsse investiert werden. Man habe ja während der Pandemie wohl auch erkannt, dass der Gesundheitsbereich in seiner Gesamtheit systemrelevant ist. „Das muss endlich auch von Politik und Wissenschaft berücksichtigt werden“, sagt Mjka, der ergänzt, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Ausgangsbeschränkungen gehalten hat und in der Hochphase der Pandemie somit weitere Infektionen verhindert werden konnten. „Das hat dann wiederum dafür gesorgt, dass unser starkes Gesundheitssystem nicht an die Grenzen gestoßen ist“, erklärt der vida-Gewerkschafter: „Und nun kommen diese Experten und wollen weiter das öffentliche Gesundheitssystem kaputtsparen. Das ist der falsche Schluss.“ Nicht zuletzt deswegen stehe die Gewerkschaft vida hinter einer budgetären Offensive im Gesundheitssystem, um bestmögliche medizinische Versorgung aller Menschen in Österreich weiterhin sicherzustellen. 

Zu begrüßen sei das Argument, dass die hohe Anzahl an Intensivbetten vertrauensbildend und beruhigend auf die Bevölkerung gewirkt habe. „Wir sind stolz auf unser Gesundheitssystem, weil es im Stande ist, viel Gutes für uns alle zu leisten. Wir sind stolz auf unsere hochqualifizierten Beschäftigten, die jeden Tag für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ihr Bestes geben. Das sind die Lehren, die wir aus der Pandemie ziehen sollten“, schließt Mjka. 

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