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KV Speditionen: vida beantragt Streikfreigabe

Beschäftigte sind sauer und zeigten in Betriebsversammlungen hohe Streikbereitschaft.

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12. Juni 2024

Die Kollektivvertragsverhandlungen für Arbeiter:innen in den Speditions- und Lagereibetrieben haben auch nach vier Verhandlungsrunden keine Annäherung gebracht. In den Betrieben wurden in den letzten Wochen Betriebsversammlungen abgehalten, um die Beschäftigten über den Verhandlungsstand zu informieren. In den Versammlungen fassten die Beschäftigten auch Streikbeschlüsse - die Gewerkschaft vida wurde damit auch beauftrag, beim ÖGB die Streikfreigabe zu beantragen.

„Die Beschäftigten sind sauer, weil sie seit Monaten nicht einmal die durchschnittliche Inflationsabgeltung erhalten. Wir sind verhandlungsbereit, aber seitens der Arbeitgeber gibt es nur Gesprächsverweigerung. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Beschäftigten in den Betriebsversammlungen eine hohe Streikbereitschaft gezeigt haben.“

Markus Petritsch, Vorsitzender vida-Fachbereich Straße

Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber in Höhe von 5,8 Prozent liegt klar unter der von der Gewerkschaft geforderten vollen Abgeltung der durchschnittlichen Teuerung in Höhe von 7,8 Prozent. „Wir bleiben bei unserer Forderung nach fairen Lohnerhöhungen, die neben der vollständigen Teuerungsabgeltung auch ein echtes Lohnplus beinhalten müssen“, bekräftigt Petritsch. „Es bleibt unser Ziel, am Verhandlungstisch eine Lösung zu erreichen. Lassen uns die Arbeitgeber aber keine andere Wahl, werden Arbeitskampf und Streik unausweichlich“, so der vida-Gewerkschafter.

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24. Mai 2024

Die 4. Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für Arbeiter:innen in den Speditions- und Lagereibetrieben (insgesamt rund 25.000 Branchenbeschäftigte, davon rund 9.000 Arbeiter:innen) zwischen Gewerkschaft vida und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) haben diese Woche zwar eine geringfügige Annäherung aber keinen Lohnabschluss gebracht.

„Das Angebot der Arbeitgeber liegt noch immer unter der von uns geforderten vollen Abgeltung der Teuerung in Höhe von 7,8 Prozent. Wir bleiben bei unserer Forderung nach fairen Lohnerhöhungen, die neben der vollständigen Abgeltung der Teuerung auch ein echtes Lohnplus beinhalten müssen“, betont Markus Petritsch, Vorsitzender des Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft vida, nach der gestern, Donnerstag, abgehaltenen Betriebsrät:innen-Konferenz, bei der die weitere Vorgangsweise der Arbeitnehmer:innenseite beraten wurde. 

„Die Betriebsrät:innen waren sich bei der Konferenz einig, dass es einen Lohnabschluss über der Teuerung geben muss. Das ist für uns als Gewerkschaft ein klarer Auftrag. Die Beschäftigten werden daher in den kommenden Wochen in Betriebsversammlungen über den Stand der KV-Verhandlungen informiert. Sie werden auch über ihre Bereitschaft für Arbeitskampfmaßnahmen bis hin zum Streik beraten“, kündigt Petritsch an.

„Es bleibt aber jedenfalls das gewerkschaftliche Ziel, am Verhandlungstisch zu einer Lösung zu kommen. Die Beschäftigten haben sich eine rasche Einigung und entsprechende Anerkennung ihrer Leistungen verdient.“

Markus Petritsch, Vorsitzender des Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft vida

 

+ + + 4. Runde Kollektivvertragsverhandlung + + +
am 22. Mai 2024

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 25.000 Arbeiter:innen in den Speditions- und Lagereibetrieben zwischen Gewerkschaft vida und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gehen am Mittwoch den 22. Mai in die 4. Runde.

„Das Leben in Österreich wird nach wie vor markant teurer - die Menschen müssen ihre Rechnungen für Energie, Lebensmittel, Kreditraten und Mieten begleichen können“, so Petritsch weiter. Bei einer zuletzt von den Arbeitgebern ab 1.4.2024 angebotenen Lohnerhöhung um durchschnittlich 7,1 Prozent wäre die rollierende Inflation von 7,8 Prozent nicht abgegolten gewesen. Ab 1.4.2025 wären die Löhne noch einmal um die Jahresinflation plus um nur einen Viertelprozentpunkt erhöht worden. „Da ist es kein Wunder, dass die Beschäftigten dieses Angebot mehrheitlich abgelehnt haben. Wir fordern wertschätzende Lohnerhöhungen, das heißt, eine Abgeltung der Teuerung und ein echtes Lohnplus. Schließlich boomt die Speditionsbranche. Dies muss auch den Beschäftigten zu Gute kommen“, bekräftigt Petritsch.
 

+ + + 3. Runde Kollektivvertragsverhandlung + + +
am 25. April 2024

Verhandlungen unterbrochen

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 25.000 Arbeiter:innen in den Speditions- und Lagereibetrieben zwischen Gewerkschaft vida und der Wirtschaftskammer Österreich wurden nach der 3. Runde unterbrochen.

„Das letzte Angebot der Arbeitgeber in der 3. Verhandlungsrunde hätte einen Abschluss über einen Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen und lag unterhalb der vollen Inflationsabgeltung“, sagt Markus Petritsch, Vorsitzender des Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft vida. Man habe sich daher dazu entschlossen, das Angebot den Gewerkschaftsmitgliedern zur Abstimmung vorzulegen. Die Mitglieder haben es mit einer großen Mehrheit von 76 Prozent klar abgelehnt.

Markus Petritsch

„Wir sind unseren Mitgliedern verpflichtet. Für uns ist daher klar, dass wir in die kommenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern am 22. Mai weiterhin mit der klaren Forderung nach einer vollständigen Inflationsabgeltung sowie einer spürbaren Reallohnerhöhung gehen werden.“

Markus Petritsch, Vorsitzender des Fachbereichs Straße

„Wenn auch nicht mehr so drastisch wie in den beiden letzten Jahren, das Leben in Österreich wird nach wie vor markant teurer - die Menschen müssen ihre Rechnungen für Energie, Lebensmittel, Kreditraten und Mieten begleichen können“, so Petritsch weiter.

Forderung nach wertschätzender Lohnerhöhung

Bei einer von den Arbeitgebern ab 1.4.2024 angebotenen Erhöhung um durchschnittlich 7,1 Prozent wäre die den Verhandlungen zugrundeliegende rollierende Inflation von 7,8 Prozent nicht einmal abgegolten gewesen. Ab 1.4.2025 wären die Löhne noch einmal um die Jahresinflation plus um nur einen Viertelprozentpunkt erhöht worden. „Da ist es kein Wunder, dass die Beschäftigten dieses Angebot mehrheitlich abgelehnt haben. Wir fordern wertschätzende Lohnerhöhungen. Schließlich boomt die Speditionsbranche. Daher müssen auch die Beschäftigten ihren gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg erhalten“, bekräftigt Petritsch abschließend.


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