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Berend Tusch, Vorsitzender vida-Fachbereich Tourismus, zu Gast im "Journal um acht" des Radiosenders Ö1
Berend Tusch, Vorsitzender vida-Fachbereich Tourismus, zu Gast im "Journal um acht" des Radiosenders Ö1

Schlimme Entwicklung im Tourismus

Berend Tusch im Ö1-Interview.
„Die Entwicklung im Tourismus ist ganz schlimm. Vor allem wenn man weiß, wie die Branche in der Vergangenheit dagestanden ist und wie viele Existenzen daran hängen!“ Diese deutliche Antwort gab Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida im >>Interview im „Journal um acht“ des Radiosenders Ö1, wo er am Dienstag zu Gast war. Der Gewerkschafter betont im Gespräch, dass 80.000 Kolleginnen und Kollegen ihren Job verloren haben – allerdings seien sie völlig unverschuldet in die Situation geraten.

Rechnung der Regierung geht leider nicht auf
 
Viele KollegInnen sind derzeit in Kurzarbeit, was allerdings bis zu 20 Prozent weniger Geld im Börserl bedeutet. „Die Menschen müssen ein 100-prozentiges Leben bestreiten, haben aber nur 80 Prozent Einkommen. Außerdem auch noch das Trinkgeld, was ein wesentlicher Bestandteil des Einkommens ist“, ergänzt Tusch und findet noch drastischere Worte: „Wer mehr Geld ausgibt, als er hat, wird bald arm sein, und die Rechnung geht am Ende nicht auf.“ Nicht zuletzt deswegen fordert die Gewerkschaft vida einen Fixkostenzuschuss für Beschäftigte – ähnlich dem Zuschuss für Unternehmen, die Tusch versteht. „Die Situation ist für alle Beteiligten haarsträubend, die Beschäftigten dürfen aber nicht auf der Strecke gelassen werden“, so der Gewerkschafter, der auf eine Ansage der Regierung aus dem Frühjahr des Vorjahres verweist. Bundeskanzler Kurz hatte damals mehrfach betont, dass niemand zurückgelassen wird. Dementsprechend solle der Staat einspringen.
 
vida fordert erneut Tringeldersatz
 
Auch auf das fehlende Trinkgeld hat Tusch eine Antwort. Im November gab es noch einen Trinkgeldersatz, im Dezember und Jänner sprachen sich die Arbeitgeber aber dagegen aus. „Wir appellieren an die Arbeitgeber, den Trinkgeldhunderter aber auch für zwei weitere Monate auszubezahlen. Das ist ganz essenziell“, sagt der Tourismus-Gewerkschafter, der ein zeitnahes Öffnen der Gastronomie, wenn es der Gesundheitsschutz zulässt, begrüßt.

 

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