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vida fragt nach

Zu Gast bei den Boys und Marie oder wie Tourismusschüler aus der Not eine Tugend machten.

Schülerin Viktoria Galler hat sich im Mai an die Gewerkschaft vida und das zuständige Ministerium gewandt, um einen Generaldispens in Sachen Pflichtpraktika im Tourismus zu erwirken. Hintergrund war die nicht vorhandene Chancengleichheit für die Jugendlichen. Gerade zum Lockdown wusste niemand, ob es Praktikumsplätze geben wird und wie sich die wirtschaftliche Situation entwickeln wird. 

Viktoria hatte am Ende Glück, denn sie ergatterte einen Platz. Viele wurden aber alleine gelassen. In einem Fall machten Schüler aus der Not jedoch eine Tugend. Fünf Schüler aus der Tourismusfachschule Bergheidengasse und eine Studentin eröffneten mit der Unterstützung von Papa und Unternehmensberater Gerald Wahl kurzerhand ein Pop-Up-Lokal, das „die Boys und Marie“.

Viel Arbeit, Herzblut und eine Prise Mut

„Wir wollen lernen. Wir wollen der hochwertigen Ausbildung, die wir genießen, gerecht werden. Wir wollen arbeiten und Erfahrungen für das zukünftige Berufsleben sammeln“, lässt Moritz Pennetzdorfer auf der Lokal-Website wissen. Marie Söllhammer, Ian Straight, Marvin Sumaric-Steininger, Nathanael Iles und Riccardo Regvart unterstreichen das: „Unsere Träume geben wir nicht auf, darum wurden wir halt Unternehmer und erschaffen uns unseren Praktikumsplatz selbst.“

Nach nur vier Wochen Planung konnte schließlich im ehemaligen Priesterwohnheim in der Ungargasse 38 im dritten Bezirk ein geeignetes Lokal gefunden werden. Dort entsteht das nächste magdas-Hotel der Caritas, die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2021. „Wir sind hier die ersten Zwischennutzer und hauchen dem Ort neues Leben ein“, so Söllhammer.

Im Rahmen einer neuen Folge von „vida fragt nach“ haben Kameramann Stefan Joham und Redakteur Martin Mandl das „die Boys und Marie“ besucht. Davor haben wir auch dem stellvertretenden vida-Vorsitzenden Berend Tusch einen Besuch abgestattet. Er ist begeistert von der Idee der Jugendlichen, fordert aber gleichzeitig die Regierung auf, für bessere Bedingungen zu sorgen. Doch seht selbst. 

 

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