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Lauda-Betriebsratswahl abgeschlossen

Das Recht hat sich durchgesetzt.

Die für Mittwoch, 9. Oktober, angesetzte Betriebsratswahl des Bordpersonals bei der Fluglinie Lauda fand, trotz massiven Gegenwinds seitens des Unternehmens, planmäßig statt. Die kandidierende Liste Laudamotion Crew Workcouncil hat mit 100 Prozent der Stimmen ein gültiges Wahlergebnis erzielt. Schon in den kommenden Tagen wird sich der neue Betriebsrat konstituieren, die Wahl über den Vorsitz durchführen und anschließend seine Arbeit für die Beschäftigten aufnehmen.

Die Wahlbeteiligung mit rund einem Drittel der gut 400 Wahlberechtigten lag über den Erwartungen. „Das Recht hat sich durchgesetzt, die Strategie der Angstmache ist gescheitert“, kommentiert Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt das Wahlergebnis:

„Angesichts des Drucks, den das Unternehmen im Vorfeld der Betriebsratswahl auf die Beschäftigten ausgeübt hat, liegt die Wahlbeteiligung über unseren Erwartungen.“

Liebhart und die Gewerkschaft vida danken allen Mutigen, die trotz des vom Unternehmen verbreiteten Klimas der Angst die Betriebsratswahl ermöglicht und abgehalten haben, sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Stimmenabgabe Courage gezeigt und ihre demokratischen Rechte wahrgenommen haben.

„Die Lauda-MitarbeiterInnen haben weiterhin einen starken Betriebsrat hinter sich, der gemeinsam mit der Gewerkschaft vida im Rücken für ihre Rechte gegenüber dem Arbeitgeber eintreten wird. Unternehmen, die geltendes Recht mit Füßen treten, muss ein Riegel vorgeschoben werden“, nimmt Liebhart die Politik in die Verantwortung

Schwieriger Start für neu gewählten Betriebsrat 

Bereits im Vorfeld der Wahl wurde die ehemalige Betriebsrätin und Mitarbeiterin, die nun auf Listenplatz 1 kandidierte, (unwirksam*) gekündigt, das Verfahren ist bereits vor Gericht anhängig. Angst und Druck auf das Personal auszuüben ist seit langem ein bekanntes Managementwerkzeug von Ryanair. 

Wirtschaftskammer wortbrüchig

Auch die Berichte  über neue Leiharbeitskonstruktionen, Anwendungen des irischen Arbeitsrechts oder über das Auflassen einer Homebase bzw. eines Dienstorts seien „nur weitere Beweise der Skrupellosigkeit des Ryanair-Managements. Hier gibt es klare sozialpartnerschaftliche Abmachungen, dass so etwas nicht mehr stattfinden darf. Sollten diese nicht eingehalten werden, wird letztendlich auch die Wirtschaftskammer als Sozialpartner wortbrüchig. vida fordert die Wirtschaftskammer auf, ihr Mitglied Lauda umgehend darauf hinzuweisen.

*vida Rechtsinfo

  • BetriebsrätInnen genießen zur Ausübung ihrer Funktion einen besonderen Kündigungsschutz, der auch noch drei Monate nach Niederlegung ihrer Funktion nachwirkt.
  • Auch sind Mitglieder des Wahlkomitees und MitarbeiterInnen, die auf Wahllisten für Funktionen in Betriebsräten kandieren, ebenfalls geschützt.
  • Laut Arbeitsverfassungsgesetz besteht auch keine Notwendigkeit, eine Unternehmensleitung im Vorfeld einer Betriebsratswahl über die wahlwerbenden Gruppen und deren Mitglieder in Kenntnis zu setzen


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