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Starkes Paket für die Zukunft

4. Bundeskonferenz der vida-Frauen.

Bei ihrer vierten Bundeskonferenz am 4. April 2019 hat die Frauenabteilung der Gewerkschaft vida ihre Ziele für die kommenden fünf Jahre abgesteckt. Im Fokus des beschlossenen Forderungsprogramms stehen Einkommensgerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf, Privat und der Einsatz für Soziale Sicherheit und Gesundheit. Zudem wurde Elisabeth Vondrasek mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen als Vorsitzende wiedergewählt. Zu den stellvertretenden vida-Frauenvorsitzenden wurden Olivia Janisch, Yvonne Rychly und Silvia Windisch. gewählt.
 
Frauen sind in der Gewerkschaft vida stark vertreten. Rund 43.000 Frauen in Branchen wie Eisenbahn, Pflege, Tourismus, Gesundheit oder auch in der Reinigung, Hausbetreuung und Luftfahrt werden von vida unter einem Dach betreut. Ihre Zukunft der Arbeit muss modern, gerecht und sicher gestalten werden. „Frauen wollen selbstbestimmt und unabhängig leben. Ein eigenständiges, existenzsicherndes Einkommen von Frauen ist dafür die Grundvoraussetzung! Immer weniger Frauen können von ihrem eigenen Einkommen leben. Fehlende Kinderbildungseinrichtungen und Ganztagsschulen erschweren es ihnen oft, vollzeitbeschäftigt zu sein“, sagt Elisabeth Vondrasek, vida-Bundesfrauenvorsitzende. Eines der obersten Ziele der vida-Frauen sei es, aktiv daran mitzuarbeiten, echte Gleichstellung zu erreichen.
 

Mindesteinkommen auf 1.700 Euro heben
 
Gleiche Chancen und echte Wahlfreiheit wird es für Frauen nur dann geben, wenn es einen raschen Ausbau der ganztägigen, flächendeckenden, leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungseinrichtungen gibt. Zudem fordern die vida-Frauen einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto bei Vollzeit in allen Kollektivverträgen sowie eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Um schnelleren Anspruch auf die 6. Urlaubswoche zu haben, muss in Zukunft nicht nur die Tätigkeit bei ein und demselben Arbeitgeber auschlaggebend sein, sondern die Summe aller Erwerbstätigkeiten.
 

Einkommensschere endlich schließen
 

Im Jahr 2018 mussten weibliche Vollzeitbeschäftigte für gleich(wertig)e Arbeit einen Einkommensverlust von rund 20 Prozent gegenüber ihren männlichen Kollegen hinnehmen. Rechnet man Teilzeit- und atypische Beschäftigte dazu, beträgt dieser Unterschied sogar das Doppelte. Sehr oft gibt es keine sachlichen Gründe dafür, vielmehr sind es schlicht und einfach Benachteiligungen. „Die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit hat nichts von ihrer Gültigkeit verloren“, so Vondrasek.
 
Ein weiterer Schwerpunkt für die kommenden fünf Jahre sind die Themen Soziale Sicherheit und Gesundheit. Soziale Absicherung gelingt am besten durch faire Einkommen und jährliche Lohn- und Gehaltsabschlüsse. Frauen sind durch die Mehrfachbelastung Job, Haushalt, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen gesundheitlich oft deutlich mehrbelastet. Hier braucht es unter anderem mehr Gesundheitsprogramme in Betrieben und gezielte Gesundheitsförderung.
 
Weiter im Fokus der vida-Frauen bleibt auch das Projekt „Tatort Arbeitsplatz – gib der Gewalt im Job keine Chance“. Wir wollen damit „einerseits Bewusstsein für das Thema schaffen, bieten aber auch konkrete Hilfestellungen zur Gewaltprävention - sowie Serviceleistungen für Betroffene und speziell auch für Frauen an“ so Vondrasek.
 
Gäste der Konferenz waren ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Korinna Schumann, AK-Präsidentin Renate Anderl, und vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. „Ich danke ihnen für ihre Referate sowie ihre inspirierenden Reden“, schließt Vondrasek. 

 

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