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Gewerkschaft vida: Frauen besser vor Gewalt schützen

vida-Vondrasek: „Reden wir nicht nur, sondern handeln wir rasch gemeinsam“ – Statt „politischen Büttenreden“ umgehend weitere Beratungsangebote schaffen

„Alle Frauen müssen besser vor Gewalt geschützt werden“, fordert Elisabeth Vondrasek, stellvertretende vida-Vorsitzende und Vorsitzende der vida-Frauen, anlässlich des heutigen parlamentarischen Dialogs mit ExpertInnen zum Thema „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“. „Die heute seitens der ExpertInnen diskutierten Maßnahme und gestellten Forderungen sind klar zu unterstützen. Es müssen für die Umsetzung aber entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Insbesondere sollte es eine Sensibilisierungskampagne zum Thema geben, in die auch die Medien miteinbezogen werden müssen“, so die vida-Gewerkschafterin. „Also reden wir nicht nur, sondern handeln wir rasch gemeinsam, um Gewalt in der Gesellschaft – sei es im Beruf oder im familiären Bereich – zu verhindern. Es darf nicht bei weiteren leeren Worthülsen und politischen Büttenreden bleiben, es bedarf jetzt rasch konkreter Maßnahmen gegen Gewalt, wie die Schaffung zusätzlicher niederschwelliger und einfacher Beratungsangebote“, bekräftigt Vondrasek

Schläge, sexuelle Belästigung, Beschimpfungen, Hass im Netz, Drohungen, Mobbing oder Diskriminierung im Job und Gewalt in der Familie: „Gewalt hat viele Gesichter und ist nach wie vor viel zu oft ein Tabuthema, auch am Arbeitsplatz. Unzählige ArbeitnehmerInnen haben Gewalt bereits selbst erlebt oder beobachtet. Der richtige Umgang damit, fällt meistens aber schwer“, erläutert Vondrasek, warum sich die Gewerkschaft vida im Rahmen der Gewerkschaftsinitiative „Tatort Arbeitsplatz“ (www.tatortarbeitsplatz.at) verstärkt dieses Themas in Fachtagungen und Seminaren annimmt.   

 „Wir wollen mit unseren Initiativen zur Enttabuisierung aller unterschiedlichen Formen beitragen. Viele Beschäftigte fühlen sich schlecht bis gar nicht informiert, welche Rechte ihnen als ArbeitnehmerInnen zustehen und welche Hilfestellungen möglich sind. Zudem wollen wir so möglichst viele Menschen dafür gewinnen, offen und energisch gegen verbale und physische Gewalt an Frauen einzutreten“, so Vondrasek.  

Gewerkschaft vida stellt sich dem Problem Gewalt

Auch dieses Jahr werde die Gewerkschaft vida mit einer Fachtagung sowie mit einem Pilotseminar die BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen im Hinblick auf Gewalt am Arbeitsplatz weiter sensibilisieren. Auch mit einer Veranstaltung zum Thema „Häusliche Gewalt und Hass im Netz“ stelle sich die vida den Problemen. „Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung bezüglich Gewalt an Frauen und Männern, Einnahme einer klaren Haltung gegen jede Form von Gewalt, Entwicklung betrieblicher Strategien für die Sicherheit und Hilfestellung der Betroffenen seien dabei die konkreten Themen. Es sollen so Handlungen gegen Gewalt an Frauen und Auswege aus gewalttätigen Vorfällen aufgezeigt werden. „Dabei arbeiten wir mit unseren Kooperationspartnern, dem Weißen Ring, dem Verein autonome österreichische Frauenhäuser sowie dem Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien zusammen“, sagt die vida-Frauenvorsitzende.

Regierungen sollen weltweite internationale Arbeitsstandards unterstützen

Weltweit bleibe Gewalt gegen Frauen und Männer eine der besonders selten geahndeten Verletzungen der Menschenrechte von Beschäftigten, kritisiert Vondrasek. Laut zahlen der ILO (Internationale Arbeitsschutz Organisation) haben bis jetzt weltweit 818 Millionen Frauen Gewalt am Arbeitsplatz, zuhause oder in der häuslichen Gemeinschaft erfahren. „Das muss endlich ein Ende haben! Deshalb fordern die Gewerkschaften und ihre Verbündeten weltweit die Regierungen auf, einen internationalen Arbeitsstandard zu unterstützen, um Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz zu beseitigen“, unterstreicht die vida-Gewerkschafterin.

Von Seiten der ILO sei die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung im Arbeitsschutz bei Gewalt beschlossen worden. „Nehmen wir diese Empfehlungen auch für Österreich auf, immerhin haben Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und die Regierung selbst daran mitgearbeitet und diese Agenda mitbeschlossen, erinnert Vondrasek abschließend.

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