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Ausbildung in Vordergrund rücken

vida unterstützt „Tag der offenen Hoteltür“.

190 Hotels in ganz Österreich öffnen am 23. Juni ihre Türen und bieten interessierten jungen Menschen einen Einblick in ihre Arbeitswelt! Die Gewerkschaft vida unterstützt diesen Aktionstag der ÖHV. „Der Tag der offenen Hoteltür bietet Jugendlichen die Möglichkeit, die verschiedenen Berufe, die man in der Hotellerie und Gastronomie ergreifen kann, hautnah zu erleben, sei es in Gesprächen mit Lehrlingen oder Ausbildern. So können junge Menschen für sich selbst einschätzen, welche Hotels für sie als Ausbildungsplatz in Frage kommen. Da es uns ein großes Anliegen ist, Projekte zu unterstützen, die sich für Nachwuchsförderung einsetzen bzw. diese zum Ziel haben, sind wir bei diesem Tag gerne dabei“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus.

„Die Leistungen und das Können unserer Lehrlinge sind unbestritten“, so der vida-Gewerkschafter. „Alleine die beeindruckenden Erfolge bei Lehrlingswettbewerben auf der ganzen Welt beweisen, dass Österreich mit seiner dualen Ausbildung auf der Gewinnerseite ist. Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen“, warnt Tusch. Er fordert, dass die jungen Menschen beste Bedingungen und eine hochwertige Ausbildung geboten bekommen: „Nur wer qualitativ gut ausbildet, hilft der Branche nachhaltig!“ 

Forderung nach verpflichtenden Qualitätsstandards

Im zunehmenden Wettbewerb um Gäste wie auch Mitarbeiter müssen sich Unternehmen von Mitbewerbern abheben, mit kreativen Ansätzen und zugkräftigen Angeboten. Gute Köche, die mit ihren Teams ihre Kreativität Tag für Tag unter Beweis stellen und für den verwöhnten Gast aus rohen Produkten neue Speisen zaubern, sind etwa heißbegehrt. Im Service knüpfen motivierte Nachwuchskräfte bei jedem Dienst Kontakte mit ihren Gästen: Persönliche Dienstleistungen sind die Basis für den Erfolg im Qualitätstourismus, um Gäste zu Stammgästen zu machen genauso wie für das Empfehlungsmarketing. „Je besser die Ausbildung und je besser der Ruf der Lehre, desto leichter ist es, Nachwuchs zu finden. Dafür ist es aber auch wichtig, die Ausbildung weiter zu optimieren“, wünscht sich Tusch verpflichtende Qualitätsstandards in der Berufsausbildung. „Wir brauchen ein Qualitätsmanagement und Qualitätsnormen. Um das zu erreichen, werden die touristischen Berufsbilder derzeit überarbeitet. Wir wollen so aktuellen Anforderungen gerecht werden und sind guter Dinge, bis nächstes Jahr zu einem positiven Abschluss zu kommen“, so Tusch.

Lehre senkt Arbeitslosigkeitsrisiko

Wichtig ist, dass die Ausbildung im Vordergrund steht, so Tusch: „In den drei Jahren touristischer Ausbildung im dualen System ergänzen sich betriebliche Ausbildung und Berufsschule: Da muss das Lernen im Vordergrund stehen.“ Ein Lehrling ist keine billige Arbeitskraft, die nur Hilfsdienste verrichtet. „Die Unternehmen, die beim ‚Tag der offenen Hoteltür‘ mitmachen, haben das erkannt. Gute Rahmenbedingungen und beste Ausbildung sind das Fundament für zufriedene Lehrlinge“, betont Tusch und verweist auf die herausragenden Ergebnisse des österreichischen Fachkräftenachwuchses bei internationalen Lehrlingswettbewerben.

Mit ihren Spitzenplatzierungen sind die jungen Menschen die besten Botschafter ihres Berufs und eine großartige Visitenkarte für die österreichische Gastfreundschaft. Den Stellenwert einer guten Ausbildung als Schlüssel für Jobsicherheit unterstreicht Tusch explizit: „Eine Lehre senkt das Arbeitslosigkeitsrisiko. Top-Fachkräfte werden immer gesucht.“  Weltweit gibt es derzeit über 100 Millionen Arbeitsplätze im Tourismus mit stark steigender Tendenz.

Sämtliche Hotels, die beim „Tag der offenen Hoteltür“ am 23. Juni mitmachen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren, findest du >>>hier.


 

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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner