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AUA KV-Verhandlungen

Protest bei Betriebsversammlung gegen schlechtes Arbeitgeber-Angebot.

Im Arbeitskonflikt bei der AUA stehen die Zeichen weiterhin auf Konfrontation, berichtet die Austria Presseagentur (APA). Bei einer bis auf den letzten Platz gefüllten Betriebsversammlung haben heute, Mittwoch, die über 1.000 anwesenden ArbeitnehmerInnen das Angebot der AUA über eine sechsprozentige Gehaltserhöhung für drei Jahre und Zuschläge bei Arbeitszeitflexibilisierung klar abgelehnt, so die Gewerkschaft vida nach Ende der Versammlung gegenüber der APA.

Breite und geschlossenen Solidarität sicherten bei der Betriebsversammlung den AUA-Bord-MitarbeiterInnen auch die Beschäftigten und Betriebsräte des AUA-Bodenpersonals, von Flyniki, der Flughafensecurity VIAS, der Flughafens Wien AG und der Austro Control (FluglotsInnen) zu. vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit dankte bei der Versammlung den MitarbeiterInnen und dem Betriebsrat Bord für das bisher großartig geleistete. Es geht jetzt darum weiterhin gemeinsam Solidarität zu organisieren, um faire Bedingungen bei den KV-Verhandlungen für die MitarbeiterInnen zu erreichen, betonte Hebenstreit.   

Höhepunkt des heutigen Protestes war als Teil der Betriebsversammlung ein rund einstündiger Marsch über das Flughafengelände hin zur Firmenzentrale. Beim Marsch wurden, passend zum heutigen Datum, auch Schoko-Nikoläuse an Kolleginnen und Kollegen verteilt.

"Die Betriebsversammlung war überwältigend gut besucht und hat eine klare Absage an das Angebot des Arbeitgebers gebracht", so AUA-Betriebsrat Bord Chef Rainer Stratberger zur APA. Gemeinsam mit den MitarbeiterInnen habe man ein Kollektivvertrags-Paket geschnürt, dass nun dem AUA-Management vorgestellt werde.

Sollte es kein Einlenken geben, werde die Belegschaft mit "kreativem Protest" darauf reagieren. Knackpunkt sei nach wie vor die künftige Entlohnung, die weit zu gering sei. Man sei jedenfalls noch deutlich voneinander entfernt, ergänzte Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida.

Auf den Flugbetrieb hatte die Betriebsversammlung größeren Einfluss. Schon im Vorfeld hat die AUA heute 20 der 81 Flüge aus dem Programm genommen, außerdem kam es noch zu einigen Verspätungen.

Einen ausführlichen ORF-Bericht gibt es >>> hier

 

 

 

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