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"Almosenpolitik und Aspirin für drei Tage"

vida-Vorsitzender Hebenstreit mit Kritik am Antiteuerungspaket.

Das Paket der Bundesregierung gegen die Teuerung kritisiert vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit im Interview mit der Tiroler Tageszeitung (Ausgabe vom 23. Juni) als weder nachhaltig noch ausgewogen: „Diese Almosenpolitik ist für viele Menschen einfach entwürdigend“, so das vernichtende Urteil des vida-Gewerkschafters.

Lindert Schmerz nur kurz

„Gar nichts ist gut", so Hebenstreit weiter bei seiner Bewertung. „Das Paket ist so, als würde man zum Arzt gehen, weil man chronische Kopfschmerzen hat - und der verschreibt einem dann Aspirin für drei Tage. Es lindert für kurze Zeit den Schmerz, aber die Preise werden hoch bleiben, weil die Ursache ja nicht verschwindet. Die Einmalzahlungen kommen zu spät - und werden schnell verpuffen.“

Wo bleiben die Antworten?

Das Regierungspaket enthält nach Ansicht des vida-Vorsitzenden auch keine Antworten auf die drängenden Fragen: „In welche Heizung soll ein Häuslbauer investieren? Investitionsentscheidungen müssen ja nicht nur Unternehmen treffen. Was an diesem Paket bietet den Menschen das erforderliche Maß an Sicherheit?"

„In ländlichen Regionen sorgt der steigende Spritpreis für Armut - zugleich werden mit Steuergeldern fette E-Autos für Bonzen gefördert."

Roman Hebenstreit, vida-Vorsitzender

vida-Gewerkschafter Hebenstreit fordert im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung Nachhaltigkeit und Ausgewogenheit ein: „Der aktuelle Bericht des Fiskalrates zeigt: Die ÖVP hat ihre Spender in der Krise reicher und die arbeitenden Menschen ärmer gemacht! Das ist einfach unerträglich. Wir müssen endlich weg von der kurzfristig orientierten Profitgier. Der augenscheinliche Gesetzes- und Postenkauf in dieser Republik muss endlich ein Ende haben. Es heißt ja, man soll keine Krise ungenutzt verstreichen lassen. Völlige Transparenz, Abschaffung des Amtsgeheimnisses, wo immer nur möglich. Wir sollten die Ereignisse von Ibiza bis zu den bekannten Chats des Herrn Schmid zum Anlass nehmen und endlich das Licht aufdrehen."

Mehr Öffis für die Regionen!

Auf die Frage, ob es einen Wandel in der Mobilität gibt, antwortet Verkehrsgewerkschafter Hebenstreit: „Die Investitionen der Vergangenheit wirken, aber vor allem für die Bewohner in den Ballungsräumen." In den ländlichen Regionen, wo man auf das Auto angewiesen sei, sorgt der steigende Spritpreis für Armut, „zugleich werden mit Steuergeldern fette E-Autos für Bonzen gefördert", so der vida-Chef.

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