Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert vida.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr Infos
vida

Keine Kündigungen bei Lauda

Einigung zu Piloten mit Ryanair.

Die drohenden Kündigungen von 30 PilotInnen der Fluglinie Lauda sind vom Tisch: Belegschaftsvertretung und Unternehmen haben zu den strittigen Arbeitszeit- und Urlaubsfragen eine Einigung erzielt. Die Ryanair-Tochter hat nachgebessert, die 125 PilotInnen haben dem am Montag in Betriebsversammlungen mehrheitlich zugestimmt.

Arbeitsplätze gesichert

Einerseits hatte die Ryanair-Tochter eine Regelung angepeilt, dass nach Erreichen des gesetzlichen Höchstlimits von 900 Flugstunden im Jahr Betroffene automatisch in den Urlaub geschickt werden können. Zweitens wollte das Unternehmen mindestens 850 Flugstunden im Jahr verlangen, sonst hätte eine Reduzierung der monatlichen freien Tage von zehn auf sieben gedroht.

Nachbesserungen erreicht

In beiden Punkten gab es Nachbesserungen, die gestern, Montag, in den drei hintereinander abgehaltenen Betriebsversammlungen der Belegschaft vorgestellt wurden. Die Mehrheit der PilotInnen habe die sie betreffenden Punkte angenommen. Nun geht man davon aus, dass das Unternehmen Wort hält, und es keine Kündigungen geben wird. Der Betriebsrat kann nun den entsprechenden Zusatz zum Lauda-Kollektivvertrag unterfertigen; der KV-Zusatz hat den Charakter einer Betriebsvereinbarung.

„Das ist ein akzeptables Ergebnis, mit dem es uns gelingt,
Arbeitsplätze zu sichern!“

Sandro Mayer, Betriebsratsvorsitzender der Lauda.

 

vida strebt weiter KV-Satzung und Branchenlösung an

vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit hat indes Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer einen Brief geschrieben, in dem er einen Branchen-KV für das Bordpersonal fordert, damit der erbitterte Preiskampf der Billig-Airlines auf Kosten der Bordbelegschaften beendet wird. "Es gibt auch andere Branchen im Verkehrsbereich, wie den Speditionsbereich oder Eisenbahnsektor, der grenzüberschreitend tätig ist, und trotzdem gibt es Kollektivverträge", so Hebenstreit zur WKÖ, die befürchtet, dass ein einheitlicher KV ausländische Airlines zur Abwanderung aus Österreich veranlassen könnte.

vida hält auch daran fest, in einem ersten Schritt für einen Branchen-Vertrag, den AUA-Kollektivvertrag bei der zuständigen Behörde im Sozialministerium „satzen“, zu lassen. Die Auswirkungen einer solchen Satzung wären, dass jene Airlines, die keine firmeninternen Kollektivverträge haben, wie etwa Level oder Wizz Air, dann diesen gesatzten KV anwenden müssen.

 

Gemeinsam stark!

Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen sind unsere Mitglieder, die uns den Rücken stärken. Hilf auch du mit! 

>>> MITGLIED WERDEN / MITGLIED WERBEN

 

 

Artikel weiterempfehlen

Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Luft- und Schiffsverkehr Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 7007 388 92 +43 (0) 1 534 44 102 520 luft.schiff@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Luft- und Schiffverkehr in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen, die im Bereich Boden, Bord, Flugsicherung und in der Schifffahrt beschäftigt sind. Hier treffen PilotInnen, FlugbegleiterInnen, LuftfahrzeugtechnikerInnen, FlughafenarbeiterInnen und FluglotsInnen auf Beschäftigte in der Binnen- und Hochseeschifffahrt. Damit sie ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben. Wir achten auf die Einhaltung bestehender Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen, setzen uns für korrekte arbeitsrechtliche Bedingungen und die Verbesserung der kollektivvertraglichen Regelungen ein und verhandeln neue Kollektivverträge. Im Bereich der Schifffahrt machen wir uns gemeinsam mit internationalen Verkehrsgewerkschaften für einheitliche europäische Regelungen und verstärkte Kontrollen stark, um so die Arbeitssituation der Beschäftigten zu verbessern.

Fachbereichsvorsitzender: Daniel Liebhart
Fachbereichssekretär: Philip Gastinger