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Salzburg

Fachkräfte bitte melden!

Lust am Tourismus wieder wecken.

„Personal dringend gesucht“ oder „Wo sind die Lehrlinge?“ – im heurigen Sommer sind in den heimischen Medien immer wieder diese Schlagzeilen zu lesen. Im Tourismusland Österreich werden auch 2016 wieder händeringend Fachkräfte und Nachwuchs gesucht. Viele verstehen nicht, dass es trotz hoher Arbeitslosigkeit nicht möglich scheint, offene Stellen zu besetzen.

Branche nimmt viel und gibt zu wenig

Wenig verwundert darüber ist jedoch Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der vida: „Die Branche ist nach wie vor nicht beziehungsfähig. Vor allem auf Saison werden die Leute von früh bis spät sechs Tage die Woche ausgequetscht. Das weckte Fluchtinstinkte.“ Qualitätsansprüche werden zu oft über Bord geworfen, damit das Tagesgeschäft und der Gästeansturm bewältigt werden können. „Die Arbeitsbedingungen im Tourismus müssen endlich spürbar besser werden“, betont der Gewerkschafter. „Schaffen das die Arbeitgeber nicht, wird der Tourismus weiter ein schweres Imageproblem haben und eine Fluchtbranche bleiben. Der Tourismus ist in seiner Gestaltung sehr starr, von den Beschäftigten verlangen aber viele Arbeitgeber totale Flexibilität. Das ist nicht ausgewogen, das kann nicht funktionieren.“

Faire Löhne, zufriedene Beschäftigte

Das Hotel- und Gastgewerbe gilt nach wie vor als eher familienfeindlich. Wochenendarbeit, Dienstpläne, die oft nicht eingehalten werden oder viel zu kurze Ruhezeiten wirken natürlich abschreckend. Hier muss angesetzt werden. Neben Planbarkeit und Dienstplan-Stabilität sind für Tusch auch ordentliche Löhne und Gehälter entscheidend: „ Es gibt immer noch genügend Wirte, die nur 1.200 Euro netto zahlen. Davon kann niemand eine Familie ernähren.“ Wer seine MitarbeiterInnen fair entlohnt und auch noch Zusatz-Benefits wie Kinderbetreuung vor Ort bietet, der „braucht sich vor Personalmangel sicher nicht fürchten und kann auf Menschen bauen, die mit Enthusiasmus ihrer Arbeit nachgehen“, so Tusch. 58 Prozent der Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Auf ihre Bedürfnisse muss viel stärker eingegangen werden, Stichworte: Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeiten.

Nachwuchs für eine erfolgreiche Zukunft 

Besonders alarmierend sind für Tusch die dramatisch sinkenden Lehrlingszahlen. Seit 2005 ist die Zahl von 14.441 auf knapp über 9.000 gefallen. „Viele Arbeitgeber fordern ein Maximum und geben ein Minimum“, ärgert sich der Gewerkschafter. Ausbildner müssen sich endlich mehr Zeit nehmen, und eine faire und ehrliche Ausbildung bieten. Zudem könnten Lehrlinge besser motiviert werden, wenn sie zu Beginn ihrer Lehrzeit an den Wochenenden frei haben. Ebenso wichtig ist es, Qualitätsstandards in der Berufsausbildung zu verankern. Eine Ausbildungsdokumentation, wie es sie bereits gegeben hat, könnte hier in verbesserter und verbindlicher Form für Lehrlinge und Ausbildungsbetriebe weiterhelfen.

Viel zu lange wurde die Attraktivität der Jobs im Tourismus vernachlässigt, sagt Tusch: „Anerkennung und auch finanzielle Wertschätzung müssen endlich ein Comeback feiern. Dann würden der Fachkräftemangel in der Branche und auch die Jammerei der Wirte und Hoteliers endlich der Vergangenheit angehören!
 

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