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vida begrüßt Logistikstandortstrategie: „Faire Arbeitsbedingungen dürfen kein Lippenbekenntnis bleiben“

Bundesregierung setzt richtige Signale – jetzt müssen konkrete Maßnahmen folgen.

Logistikstandort

Kristina | Adobe Stock

Die Gewerkschaft vida begrüßt die von der Bundesregierung präsentierte Logistikstandortstrategie. Positiv bewertet die Gewerkschaft insbesondere das Ziel, die Logistikbranche zukunftsfähig zu gestalten und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Für die vida steht jedoch fest: Auf Ankündigungen müssen rasch konkrete Maßnahmen folgen.

Markus Petritsch
„Unsere Forderungen sind kein Luxusproblem, sondern eine Frage der Würde und der guten Arbeitsbedingungen.“
Markus Petritsch
Vorsitzender des vida-Fachbereichs Straße

„Es ist erfreulich, dass Probleme, auf welche die Gewerkschaft vida seit Jahren aufmerksam macht, endlich konkret benannt werden. Jetzt dürfen die positiven Absichtserklärungen aber nicht in der Schublade verschwinden“, betont Markus Petritsch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Straße.

Über 233.000 Beschäftigte halten die Logistik am Laufen

Die Logistikbranche zählt zu den zentralen Säulen der österreichischen Wirtschaft. Mehr als 233.000 Beschäftigte im Verkehrs- und Transportsektor sorgen täglich dafür, dass Waren, Rohstoffe und Güter zuverlässig ans Ziel gelangen.

Aus Sicht der Gewerkschaft vida ist es daher entscheidend, dass die im Strategiepapier formulierten Ziele nicht nur auf dem Papier bestehen bleiben. Die Herausforderungen seien seit Jahren bekannt und müssten nun endlich konsequent angegangen werden.

Fehlende Infrastruktur belastet LKW-Lenker:innen

Besonders kritisch sieht die vida die nach wie vor unzureichende soziale Infrastruktur für Berufslenker:innen. Zwar gebe es entlang der Autobahnen grundsätzlich ausreichend Rastplätze, doch deren Ausstattung entspreche vielfach nicht den Bedürfnissen der Beschäftigten.

Nach Ansicht der Gewerkschaft fehlen vielerorts kostenlose Toiletten, Duschen und Waschräume. Darüber hinaus mangelt es an rechtlich abgesicherten Abstellplätzen, Möglichkeiten für günstige Mahlzeiten sowie an ausreichendem Lärm- und Sonnenschutz.

Ruhezeiten könnten ihren eigentlichen Zweck nur erfüllen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Erholung und Regeneration seien ein wesentlicher Bestandteil von Sicherheit und Gesundheit im Beruf.

Mehr Kontrollen gegen Lohn- und Sozialdumping gefordert

Handlungsbedarf sieht die vida auch bei der Kontrolle von Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Die Gewerkschaft fordert eine stärkere Zusammenarbeit der Behörden und wirksamere Kontrollen im Güterverkehr.

Insbesondere bei internationalen Transporten sei Lohn- und Sozialdumping weiterhin ein großes Problem. Faire Wettbewerbsbedingungen könnten nur sichergestellt werden, wenn Verstöße konsequent verfolgt und heimische Beschäftigte vor Dumpingkonkurrenz geschützt werden.

„Mehr wirksame Kontrollen bedeuten mehr Sicherheit und Fairness auf der Straße – für Beschäftigte, redlich wirtschaftende Unternehmen, Anrainer:innen und auch für die Steuerzahler:innen“, unterstreicht Petritsch.

Soziale Kriterien bei Vergaben stärken

Positiv bewertet die Gewerkschaft vida den Vorschlag der Bundesregierung, soziale Kriterien bei öffentlichen Ausschreibungen stärker zu berücksichtigen. Verpflichtende soziale Standards könnten dazu beitragen, faire Arbeitsbedingungen in der Branche nachhaltig abzusichern.

Für die vida ist klar: Wer öffentliche Aufträge erhält, muss auch soziale Verantwortung übernehmen. Gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und die Einhaltung von Arbeitnehmer:innenrechten dürfen kein Wettbewerbsnachteil sein.

Faire Arbeitsbedingungen müssen verbindlich abgesichert werden

Die Gewerkschaft vida sieht in der Logistikstandortstrategie wichtige Ansätze für die Zukunft der Branche. Entscheidend werde jedoch sein, wie rasch die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden.

Für die Beschäftigten im Verkehrs- und Transportsektor steht viel auf dem Spiel. Deshalb fordert die vida, dass faire Arbeitsbedingungen, wirksame Kontrollen und eine menschenwürdige Infrastruktur für Berufslenker:innen nicht bloß Ziele bleiben, sondern verbindliche Realität werden.

 

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