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Gewerkschaft vida fordert Sicherheitsdienstleistungsgesetz vor nächster Festivalwelle

Vor Donauinselfest, Electric Love und Frequency fordert die Gewerkschaft vida ein Sicherheitsdienstleistungsgesetz mit klaren Ausbildungsstandards, Qualitätsvorgaben und fairen Arbeitsbedingungen.

Donauinselfest

Michael | Adobe Stock

Während am kommenden Wochenende beim Donauinselfest wieder hunderttausende Menschen erwartet werden, fordert die Gewerkschaft vida erneut die rasche Umsetzung des angekündigten Sicherheitsdienstleistungsgesetzes. Angesichts des Starts der Festivalsaison mit Veranstaltungen wie dem Electric Love Festival, dem Frequency Festival sowie den zahlreichen Public Viewings der Fußball-WM der Herren brauche es endlich klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die private Sicherheitsbranche.

„Wie lange will uns die Bundesregierung noch hinhalten? Wir alle wollen uns bei Großveranstaltungen auf deren Sicherheit verlassen können. Dafür braucht es endlich klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die Ausbildung, Qualitätsstandards und Verantwortlichkeiten verbindlich regeln“, fordert Gernot Kopp, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement.

Zwei Jahre nach den abgesagten Taylor-Swift-Konzerten

Für die Gewerkschaft vida ist es unverständlich, dass das angekündigte Gesetz weiterhin auf sich warten lässt. Kopp erinnert daran, dass sich die Absage der Taylor-Swift-Konzerte in Wien aufgrund eines vereitelten Terroranschlags bald zum zweiten Mal jährt.

Gernot Kopp Portrait
„Man sollte meinen, dass ein vereitelter Terroranschlag Grund genug wäre, das Sicherheitsdienstleistungsgesetz rasch auf den Weg zu bringen. Doch selbst der vor zwei Monaten angekündigte Gesetzesentwurf liegt bis heute nicht vor. Herr Karner, wie lange wollen Sie noch auf Zeit spielen?“
Gernot Kopp
Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement

Mehr Schutz für Beschäftigte und Besucher

Aus Sicht der Gewerkschaft vida geht es beim Sicherheitsdienstleistungsgesetz nicht nur um die Sicherheit der Besucher von Großveranstaltungen, sondern ebenso um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche.

Sicherheitsmitarbeiter übernehmen täglich große Verantwortung. Sie entschärfen Konflikte, schützen Menschen und müssen in kritischen Situationen rasch und professionell handeln. Trotzdem fehlen bis heute einheitliche Ausbildungsstandards, verbindliche Qualitätsvorgaben und transparente Regeln bei der Vergabe von Sicherheitsaufträgen.

Diese Maßnahmen fordert die Gewerkschaft vida

Die Gewerkschaft vida verlangt ein modernes Sicherheitsdienstleistungsgesetz mit:

  • verbindlichen Ausbildungsstandards mit mindestens 264 Lerneinheiten,
  • regelmäßigen verpflichtenden Auffrischungsschulungen,
  • einem einheitlichen Berufsausweis,
  • einer zentralen behördlichen Registrierung,
  • qualitätsorientierten Vergaben statt Billigstbieterlogik sowie
  • einem Verbot von Subunternehmerketten.

vida: Gesetz jetzt vorlegen und beschließen

Mit Blick auf die kommenden Großveranstaltungen erhöht die Gewerkschaft vida den Druck auf die Bundesregierung.

Auf das Donauinselfest folgen bereits die nächsten Großveranstaltungen. Mit jedem Event ohne Sicherheitsdienstleistungsgesetz geht die Bundesregierung ein unnötiges Risiko ein. Die Zeit des Hinhaltens muss vorbei sein. Der Gesetzesentwurf muss jetzt vorgelegt und rasch beschlossen werden.

 

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