vida fordert klare Standards für Sicherheitsfirmen
Gut ausgebildetes Sicherheitspersonal ist für sichere Großveranstaltungen unverzichtbar.
Erste Bank Open
Die Gewerkschaft vida fordert ein Sicherheitsdienstleistungsgesetz mit verbindlichen Ausbildungsstandards.
Bei den Erste Bank Open von 24. Oktober bis 1. November 2026 werden rund 82.000 Tennisfans und mehr in der Wiener Marx Halle erwartet. Für ihre Sicherheit sorgen auch die Beschäftigten privater Sicherheitsfirmen. Sie brauchen eine fundierte Ausbildung, gute Arbeitsbedingungen und klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Die Gewerkschaft vida fordert Innenminister Gerhard Karner deshalb auf, das angekündigte Sicherheitsdienstleistungsgesetz endlich auf den Weg zu bringen.
Sichere Veranstaltungen brauchen qualifiziertes Personal
„Für die Sicherheit Zehntausender Turnier-Besucherinnen und -besucher sorgen Beschäftigte, die einen verantwortungsvollen Job machen. Sie müssen Gefahren erkennen, Konflikte entschärfen und im Ernstfall richtig reagieren können. Dafür braucht es eine fundierte Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen.“Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement
Zugänge kontrollieren, Menschenmengen überblicken, Konflikte entschärfen und bei Notfällen richtig reagieren: Die Beschäftigten in der Bewachungsbranche tragen große Verantwortung. Trotzdem fehlen laut vida weiterhin verbindliche und einheitliche gesetzliche Ausbildungsstandards.
Qualität statt Billigstbieterlogik bei Sicherheitsdiensten
Aus Sicht der Gewerkschaft gefährden kurzfristige Personalrekrutierungen und Subunternehmerketten die Qualität der Sicherheitsarbeit. Wer Großveranstaltungen Monate im Voraus plant, muss auch rechtzeitig für ausreichend qualifiziertes Sicherheitspersonal sorgen.
„Sicherheit darf keine Frage des günstigsten Angebots sein. Wer Sicherheitsdienste beauftragt, muss auch Verantwortung dafür übernehmen, unter welchen Bedingungen die Beschäftigten arbeiten.“Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement
Professionelle Sicherheitsarbeit braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Bei der Vergabe von Sicherheitsdiensten müssen deshalb Qualität und gute Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt stehen.
Sicherheitsdienstleistungsgesetz: Ankündigungen reichen nicht
Auch der vereitelte Anschlagsplan auf die Taylor-Swift-Konzerte in Wien 2024 hat laut vida gezeigt, wie dringend strengere Regeln und mehr Kontrolle benötigt werden. Innenminister Karner hatte damals gesetzliche Nachschärfungen angekündigt.
Mehr als zwei Jahre später wartet die Branche weiterhin auf das versprochene Sicherheitsdienstleistungsgesetz. Kopp kritisiert, dass damit vermeidbare Risiken in Kauf genommen werden.
Diese Standards fordert die Gewerkschaft vida
Damit Beschäftigte ihre Aufgaben unter professionellen Bedingungen erfüllen können, fordert vida:
- Verbindliche Ausbildungsstandards mit mindestens 264 Lerneinheiten
- Regelmäßige verpflichtende Auffrischungsschulungen
- Einen einheitlichen Berufsausweis
- Eine zentrale behördliche Registrierung
- Qualitätsorientierte Vergaben statt Billigstbieterlogik
- Ein Verbot von Subunternehmerketten
Die Beschäftigten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu sicheren Veranstaltungen. Wer Sicherheit erwartet, muss auch für die nötige Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen sorgen.