Diakonissen Linz und Schladming: Mehr Geld und zusätzliche freie Tage für Beschäftigte
Gewerkschaft vida erzielt deutliche Verbesserungen bei Einkommen, Freizeit und Altersteilzeit – 97,9 Prozent Zustimmung der Beschäftigten
KV Abschluss
Die Gewerkschaft vida hat für die Beschäftigten der Diakonissen in Linz und Schladming einen erfolgreichen Kollektivvertragsabschluss erreicht. Neben einer Erhöhung der Gehälter und Zulagen konnten zusätzliche freie Tage, Verbesserungen für ältere Arbeitnehmer sowie eine gerechtere Anrechnung von Berufserfahrung durchgesetzt werden. Das Verhandlungsergebnis wurde von den Beschäftigten mit großer Mehrheit angenommen: 97,9 Prozent stimmten bei einer Mitgliederbefragung für den neuen Kollektivvertrag.
Starke Gewerkschaft bringt starke Ergebnisse
Der aktuelle Abschluss zeigt eindrucksvoll, welchen Unterschied eine hohe gewerkschaftliche Organisation machen kann. Mehr als die Hälfte der vom Kollektivvertrag erfassten Beschäftigten sind Mitglieder der Gewerkschaft vida. Das stärkt die Verhandlungsposition und ermöglicht konkrete Verbesserungen.
„Dieser Abschluss macht deutlich, was starke gewerkschaftliche Organisation bewirken kann. Mehr als die Hälfte der vom KV erfassten Beschäftigten sind vida-Mitglieder. Das verschafft uns am Verhandlungstisch die notwendige Stärke, um echte Verbesserungen durchzusetzen.“vida-Verhandlungsleiter
Gehälter und Zulagen steigen um 3,4 Prozent
Die Gehälter und Zulagen werden um 3,4 Prozent erhöht. Für die Beschäftigten der Diakonissen Linz tritt die Erhöhung mit 1. August 2026 in Kraft, für die Mitarbeiter in Schladming mit 1. Oktober 2026. Die Lehrlingsentschädigungen steigen sogar um 3,7 Prozent.
Aus Sicht der Gewerkschaft ist damit eine wichtige Absicherung gegen die steigenden Lebenshaltungskosten gelungen.
„Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ist es wichtig, dass die Einkommen die Teuerung abgelten und die Beschäftigten somit sozial absichern. Das ist uns mit diesem Abschluss gelungen“, so Leitner-Kastenhuber.
Eineinhalb zusätzliche freie Tage für mehr Entlastung
Besonders erfreulich ist die Ausweitung der Freizeitansprüche. Alle Beschäftigten erhalten künftig einen zusätzlichen Urlaubstag pro Jahr. Darüber hinaus wird der 31. Dezember ab 2027 als voller freier Tag gewertet. Bislang galt Silvester lediglich als halber freier Tag.
Damit gewinnen die Mitarbeiter insgesamt eineinhalb zusätzliche freie Tage pro Jahr.
Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen bedeutet das eine spürbare Entlastung in einem Arbeitsumfeld, das oft von hoher Belastung und Personalknappheit geprägt ist.
Verbesserungen bei Altersteilzeit und Pension
Auch für ältere Beschäftigte bringt der neue Kollektivvertrag wichtige Fortschritte. Künftig besteht bereits nach fünf Jahren Dienstzugehörigkeit ein Rechtsanspruch auf Altersteilzeit. Zusätzlich wurde die Möglichkeit geschaffen, eine Teilpension zu vereinbaren.
Diese Regelungen erleichtern einen gesundheitsverträglichen Übergang in den Ruhestand und schaffen mehr Planungssicherheit für langjährige Mitarbeiter.
Berufserfahrung wird künftig gerechter angerechnet
Ab 1. Jänner 2027 werden alle einschlägigen Vordienstzeiten angerechnet. Damit wird Berufserfahrung umfassender berücksichtigt und die Einstufung gerechter gestaltet.
Gerade in Gesundheits- und Pflegeberufen, in denen Beschäftigte häufig zwischen verschiedenen Einrichtungen wechseln, stellt diese Verbesserung einen wichtigen Schritt zu mehr Fairness dar.
97,9 Prozent Zustimmung zum KV-Abschluss
Die breite Zustimmung der Beschäftigten unterstreicht die hohe Akzeptanz des Verhandlungsergebnisses. Fast 98 Prozent der befragten vida-Mitglieder sprachen sich für die Annahme des neuen Kollektivvertrags aus.
„Dieser Kollektivvertragsabschluss ist das Ergebnis einer starken Belegschaft, die für sich einsteht“, unterstreicht Leitner-Kastenhuber.
Der Abschluss bei den Diakonissen Linz und Schladming zeigt damit einmal mehr: Wo Beschäftigte zusammenhalten und sich gewerkschaftlich organisieren, lassen sich spürbare Verbesserungen bei Lohn, Freizeit und Arbeitsbedingungen erreichen.
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