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KV Handelsarbeiter:innen: vida legt Letztangebot den Beschäftigten zur Abstimmung vor

Rahmenrechtliche Verschlechterungen abgewendet, Lohnerhöhungen von 2,55 Prozent und Verbesserungen bei Zulagen – Entscheidung liegt nun bei den Beschäftigten.

KV Verhandlung

Roland De Roo | ÖGB

Die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsarbeiter:innen brachte keinen Durchbruch. Dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida ist es jedoch gelungen, zentrale Verschlechterungen im Rahmenrecht erfolgreich abzuwehren.

Keine Verschlechterungen im Rahmenrecht

„Wäre es nach der Wirtschaftskammer Österreich gegangen, hätten Arbeitgeber künftig per Betriebsvereinbarung ihre Beschäftigten jeden Samstag zum Dienst verpflichten können – statt wie bisher nur jeden zweiten. Auch Altersteilzeit und Bildungskarenz standen im Visier der Arbeitgeberseite“, erklärt Christine Heitzinger, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft vida.

„Beide Regelungen konnten wir für unsere Kolleg:innen aufrechterhalten.“

Das vorliegende Angebot sieht Lohnerhöhungen von 2,55 Prozent für alle Lohngruppen vor. Zusätzlich wurden Verbesserungen bei einzelnen Zulagen erreicht:
Die Kältezulage steigt um 4,65 Prozent, die Nachtzulage um 4,35 Prozent. „Das ist kein großer Wurf – aber es ist mehr, als die Arbeitgeber ursprünglich zugestehen wollten“, so Heitzinger.

Beschäftigte haben das letzte Wort

Mit Blick auf die zahlreichen Aktionen vor und nach Weihnachten, mit denen Handelsarbeiter:innen ihre Solidarität und Entschlossenheit unter Beweis gestellt haben, betont Heitzinger.

Portrait Christine Heitzinger
„Wir haben uns nicht kleinkriegen lassen. Kollektivvertragsarbeit ist kein Sprint, sondern eine langfristige Aufgabe. Wir gehen gestärkt in die Verhandlungen der kommenden Jahre.“
Christine Heitzinger
Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft vida

Die Gewerkschaft vida legt das aktuelle Angebot nun den Beschäftigten zur Abstimmung vor. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

 

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