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Tourismusbeschäftigtenfonds: Endlich finanzielle Hilfe für Beschäftigte

Der neue Tourismusbeschäftigtenfonds unterstützt Beschäftigte in Hotellerie und Gastronomie bei Weiterbildung, Kinderbetreuung und Lehrabschluss. Die Gewerkschaft vida hat zehn Jahre lang für diese direkte finanzielle Förderung gekämpft.

Sozialfonds

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Wer im Tourismus arbeitet, braucht nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern auch finanzielle Unterstützung. Mit dem Tourismusbeschäftigtenfonds nimmt nun ein Instrument seine Arbeit auf, das direkt den Beschäftigten zugutekommt. Die Gewerkschaft vida begrüßt die Förderung als dringend notwendige Ergänzung zu den bestehenden Unternehmensförderungen des Wirtschaftsministeriums.

Zehn Jahre Einsatz der vida für direkte Förderung

Für die Gewerkschaft vida ist der Start des Fonds ein Erfolg ihres langjährigen Einsatzes. Zehn Jahre lang hat sie hartnäckig für eine sozialpartnerschaftliche ebenso wie für eine gesetzliche Einrichtung eines solchen Fonds gekämpft, betont Eva Eberhart, Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida.

Eva Eberhart Portrait
„Mit dem neuen Fonds können sich Beschäftigte aus Hotellerie und Gastronomie, die leider immer noch zu den Niedrigverdienenden zählen, einen wichtigen finanziellen Beitrag bei Kosten für Weiterbildungen, Kinderbetreuung oder bei Arbeitslosigkeit holen.“
Eva Eberhart
Vorsitzende des vida-Fachbereichs Tourismus

Unterstützung bei Weiterbildung, Kinderbetreuung und Lehrabschluss

Der Tourismusbeschäftigtenfonds soll Beschäftigte unter anderem bei Aus- und Weiterbildung, bei Kosten für Kinderbetreuung und beim Lehrabschluss unterstützen. Auch bei Arbeitslosigkeit sind finanzielle Hilfen vorgesehen.

Gerade für Menschen mit niedrigen Einkommen können solche Zuschüsse eine spürbare Entlastung bedeuten. Eberhart nennt als Beispiel eine alleinerziehende berufstätige Kollegin, die die Kosten für Kinderbetreuung stemmen muss.

6,5 Millionen Euro jährlich: Entlastung mit klaren Grenzen

Der Fonds ist jährlich mit 6,5 Millionen Euro ausgestattet. Für vida steht fest: Damit lassen sich die strukturellen Probleme in Hotellerie und Gastronomie nicht lösen. Für einzelne Beschäftigte können die Förderungen dennoch eine wichtige Unterstützung sein.

Direkte finanzielle Hilfe ist damit ein Schritt, der im Alltag ankommt. Der Einsatz für bessere Einkommen und Arbeitsbedingungen in der Branche bleibt weiterhin notwendig.

Betriebe sollen Weiterbildung aktiv ermöglichen

Auch Unternehmen sind gefordert, die Qualifikation ihrer Beschäftigten zu unterstützen. Viele Möglichkeiten des Tourismusbeschäftigtenfonds können laut Eberhart direkt im Mitarbeitergespräch angesprochen werden.

Die vida-Tourismusvorsitzende wünscht sich Betriebe, die mit gutem Beispiel vorangehen: indem sie Aus- und Weiterbildung während der Arbeitszeit ermöglichen und den zweiten Teil der Kurskosten übernehmen.

Positiv bewertet vida außerdem, dass der Fonds Betriebe mit guten Lösungen sichtbar machen soll – etwa mit Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung. So können neben finanzieller Unterstützung auch konkrete Verbesserungen im Arbeitsalltag stärker in den Mittelpunkt rücken.

 

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