Wenn Engagement sichtbar wird
Die Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich zeigen, was Zusammenhalt bewirkt – eine Foto-Streik-Reportage.
Reportage
Am 22. Jänner 2026 setzten Beschäftigte der Ordensspitäler Oberösterreich ein starkes Zeichen – für bessere Arbeitsbedingungen, für Solidarität und Wertschätzung ihrer Arbeit.
Unser Foto-Team war hautnah beim Streik-Tag dabei – vom ersten Kaffee in der Streikzentrale bis zum letzten Transparent am Abend.
05:45 Uhr
Der Streik-Tag beginnt.
In der Streikleitung laufen die Vorbereitungen. Wer ist wo im Einsatz? Welches Material wird wo gebraucht? Welche Redebeiträge stehen auf dem Programm? Noch ist es ruhig. Aber man spürt: Heute steht etwas Großes bevor.
07:00 Uhr
Die Versammlungen starten.
Für viele Beschäftigte würde jetzt der Frühdienst beginnen. Diesmal ist alles anders. Kolleg:innen treffen sich, holen sich wichtige Infos zum Verhalten im Streik und lauschen den motivierenden Reden ihrer Betriebsrät:innen. So viel Solidarität an einem Ort erlebt man nicht alle Tage.
10:00 Uhr
Es ist kalt, sehr kalt.
Doch davon lassen sich die Streikenden nicht aufhalten. Mit Trillerpfeifen und Plakaten machen sie sich auf den Weg zum Martin-Luther-Platz. Dort formieren sich Kolleg:innen aus acht Häusern zu einer solidarischen Einheit.
11:00 Uhr
Aufgeheizte Stimmung bei minus sechs Grad.
Die Entschlossenheit von rund 800 Beschäftigten, kämpferische Reden und gemeinsame Parolen sorgen beim Streikmarsch für echte Gänsehautmomente. Durch die Linzer Landstraße hallt es: „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag!“ und „Mehr von uns ist besser für alle!“.
11:30 Uhr
Die Botschaft geht durchs Land.
Radio, Zeitungen und Fernsehen berichten. Betriebsrätin und vida-Gesundheitssprecherin Martina Reischenböck schildert in Interviews die Situation in den Ordensspitälern Oberösterreichs – und warum dieser Streik not-wendig ist.
11:45 Uhr
Showdown vor dem Landhaus.
Nicht nur die Arbeitgeber sollen die Macht der Vielen spüren. Auch die Politik ist gefordert, den Gesundheitsbereich ausreichend zu finanzieren. Gemeinsam setzen die Streikenden ein unüberhörbares Zeichen.
14:00 Uhr
Der Nachmittag ist angebrochen.
In den Versammlungssälen der Spitäler finden Konzerte und Lesungen statt. Politiker:innen kommen auf Besuch und sagen den Streikenden ihre Unterstützung zu. vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit reist nach Wels, um den Beschäftigten Mut zu machen.
19:00 Uhr
Der Streik endet, die Forderungen bleiben.
Während 2.000 Beschäftigte im Arbeitskampf standen, liefen in der Streikzentrale alle Fäden zusammen. Es war für alle ein langer, aufreibender Tag. Doch der Einsatz hat Wirkung gezeigt – und er wird weiterwirken.
Fortsetzung folgte – 2. Streik-Tag
Am 3. März 2026 wurde wieder gestreikt. Beim zweiten Streik-Tag in den Ordensspitäler Oberösterreich zeigten die Beschäftigten erneut, wie ernst es ihnen mit der geforderten Entlastung ist. Trotz Einschüchterungsversuchen beteiligten sich 1.700 Kolleginnen und Kollegen an den Aktionen.
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