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KV Ordensspitäler Oberösterreich: Kundgebung vor dem Landhaus – Ultimatum ausgelaufen

Nach unzureichendem Angebot in der vierten KV-Verhandlungsrunde erhöhen Beschäftigte den Druck – Protest zur Landtagssitzung am 12. Jänner

KV Verhandlung

Gewerkschaft vida

Auch die vierte Kollektivvertragsverhandlungsrunde für die rund 10.000 Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich am 8. Jänner 2026 endete ohne Ergebnis. Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot bleibt weiterhin unter der rollierenden Inflation und würde für die Beschäftigten einen spürbaren Reallohnverlust bedeuten. Verbesserungen im Rahmenrecht blieben marginal, ein Angebot zur Arbeitszeitverkürzung fehlt gänzlich.

Klare Erwartungen der Beschäftigten

Bereits in den vergangenen Wochen haben die Beschäftigten mit über 6.800 Unterschriften ein deutliches Signal gesetzt: Gefordert werden Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation sowie eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Angesichts steigender Arbeitsverdichtung und wachsender Belastung im Krankenhausbetrieb ist diese Forderung mehr als gerechtfertigt.

„Die Arbeitgeber haben sich seit der ersten Verhandlungsrunde kaum bewegt. Das Angebot, das aktuell am Tisch liegt, bedeutet einen erheblichen Reallohnverlust für alle, die tagtäglich die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich sicherstellen. Bei der Arbeitszeitverkürzung gibt es überhaupt kein Angebot. Dabei hat sich das Tempo in den Spitälern in den letzten Jahren massiv erhöht – und trotzdem zählen wir noch immer zu den letzten Berufsgruppen mit einer 40-Stunden-Normalarbeitszeit“, betont Martina Reischenböck, Gesundheitssprecherin der Gewerkschaft vida Oberösterreich.

„Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit den Kolleg:innen über weitere Maßnahmen abzustimmen.“

Ultimatum ausgelaufen – Protest zur Landtagssitzung

Das 40-Tage-Ultimatum an Arbeitgeber und Politik läuft am Montag, 12. Jänner, aus. Da weiterhin kein faires Angebot vorliegt, ziehen die Beschäftigten nun Konsequenzen:

Zeitgleich mit der Sitzung der oberösterreichischen Landesregierung findet eine Kundgebung vor dem Landhaus in Linz statt. Dort hat die für Gesundheit zuständige Landesrätin Christine Haberlander letztmalig die Gelegenheit, durch ein Einlenken weitere gewerkschaftliche Maßnahmen abzuwenden.

Parallel dazu stimmen die Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich bis 13. Jänner über das weitere Vorgehen ab, um den nötigen Druck für Bewegung in den Verhandlungen zu erzeugen.

Die Gewerkschaft vida unterstützt die Kundgebung ausdrücklich. Neben der Gesundheitsrätin sind alle Parteien der Landesregierung eingeladen, vor Ort Stellung zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen.

Kundgebung / Medientermin

  • Ort: Linz, Landhausbrücke
  • Datum: Montag, 12. Jänner 2026
  • Zeit: 14:30 Uhr

 

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