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Mehr Schutz für Bahnpersonal: vida fordert rasche Umsetzung des 10-Punkte-Plans.

Die Zahl der Übergriffe auf Beschäftigte bei Österreichs Eisenbahnen ist alarmierend. Die Gewerkschaft vida fordert deshalb mehr Personal in Zügen und Bahnhöfen sowie eine konsequente Umsetzung der bereits vereinbarten Schutzmaßnahmen.

Eisenbahn

assalve | Getty Images Signature

Übergriffe, Drohungen und Gewalt gehören für viele Beschäftigte bei den österreichischen Eisenbahnen zunehmend zum Arbeitsalltag. Für die Gewerkschaft vida ist klar: Wer täglich für sichere und zuverlässige Zugverbindungen sorgt, muss selbst bestmöglich geschützt werden.

Angesichts der medial bekannt gewordenen Übergriffszahlen pocht vida auf die rasche Umsetzung des gemeinsam mit dem Mobilitätsministerium und den Eisenbahnunternehmen vereinbarten 10-Punkte-Plans zum Schutz des Bahnpersonals.

Vereinbarte Schutzmaßnahmen rasch umsetzen

Der Maßnahmenplan soll die Sicherheit der Beschäftigten bei allen österreichischen Eisenbahnen verbessern. Vereinbarungen allein reichen aus Sicht der Gewerkschaft jedoch nicht aus. Entscheidend sei, dass die einzelnen Maßnahmen nun rasch, flächendeckend und konsequent umgesetzt werden.

Portrait Gerhard Tauchner
„Den Worten müssen daher jetzt auch rasch Taten in Form einer konsequenten Maßnahmenumsetzung folgen.“
Gerhard Tauchner
Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn

Die alarmierenden Zahlen würden zeigen, dass es beim Schutz der Beschäftigten keine weitere Verzögerung geben dürfe.

Mehr Personal sorgt für mehr Sicherheit

Ein zentraler Punkt des 10-Punkte-Plans ist für vida die personelle Besetzung der Züge. Die Gewerkschaft hat sich ausdrücklich für eine Doppelbesetzung bei den Zugbegleiter ausgesprochen.

„Denn nur Menschen schützen Menschen. Je mehr Personal am Zug und auf den Bahnsteigen ist, desto sicherer wird es“, betont Tauchner.

Mehr Beschäftigte in Zügen und Bahnhöfen können Konflikte früher erkennen, Fahrgäste unterstützen und in gefährlichen Situationen schneller eingreifen. Gleichzeitig darf die Verantwortung für die Sicherheit nicht auf einzelne Zugbegleiter abgewälzt werden.

Bundesländer tragen Verantwortung bei Ausschreibungen

Kritik aus Niederösterreich an den bestehenden Sicherheitsmaßnahmen weist Tauchner zurück. Die Bundesländer hätten bei Ausschreibungen und Vergaben selbst die Möglichkeit, konkrete Sicherheitsleistungen bei den Eisenbahnunternehmen zu bestellen.

Dazu zählen etwa Zugbegleiter in den Zügen sowie eine entsprechende Kameraüberwachung. Die Kosten für diese Leistungen müssen von den Ländern übernommen werden.

„Man kann sich deshalb des Gefühls nicht erwehren, dass hier in Niederösterreich an falscher Stelle gespart wird und nun der zuständige niederösterreichische Verkehrslandesrat mit Kritik am Mobilitätsministerium und somit an der falschen Stelle davon ablenken will“, kritisiert Tauchner.

Sicherheit darf keine Frage des Preises sein

Sicherheit im öffentlichen Verkehr darf bei Vergaben nicht dem niedrigsten Preis geopfert werden. Ausschreibungen müssen ausreichendes Personal, gute Arbeitsbedingungen und verbindliche Schutzmaßnahmen vorsehen.

Wer sichere Bahnverbindungen will, muss auch in jene Menschen investieren, die täglich in den Zügen und auf den Bahnhöfen arbeiten. Mehr Personal schützt dabei nicht nur die Beschäftigten, sondern erhöht auch die Sicherheit und Qualität für alle Fahrgäste.

 

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