KV-Abschluss Seilbahnen 2026: Löhne steigen um 3,57 Prozent
Einigung in der Seilbahnwirtschaft: Beschäftigte profitieren von Lohnerhöhung und höherem Einstiegsgehalt – Lehrlinge erhalten überdurchschnittliches Plus
KV Abschluss
Die Kollektivvertragsverhandlungen in der österreichischen Seilbahnwirtschaft sind erfolgreich abgeschlossen. Die Gewerkschaft vida konnte für die Beschäftigten trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 3,57 Prozent durchsetzen. Der neue Kollektivvertrag gilt von 1. Mai 2026 bis 30. April 2027.
Mehr Geld für Beschäftigte in der Seilbahnbranche
Das Verhandlungsteam unter Leitung von Andreas Hochwimmer, Vorsitzender des vida-Berufsgruppenausschusses Seilbahnen, erreichte neben der prozentuellen Erhöhung auch einen Sockelbetrag von mindestens 80 Euro. Damit profitieren insbesondere Beschäftigte mit niedrigeren Einkommen.
Der Einstiegslohn steigt auf 2.218 Euro brutto pro Monat – ein wichtiger Schritt, um die Branche auch künftig attraktiv zu halten und Fachkräfte zu sichern.
Lehrlinge erhalten überdurchschnittliches Plus
Ein besonderer Fokus lag in den Verhandlungen auf jungen Beschäftigten:
Lehrlinge sowie niedrige Einkommen erhalten eine Lohnerhöhung von 3,74 Prozent und damit ein überdurchschnittliches Plus.
„Gut ausgebildete Lehrlinge sind entscheidend für die Zukunft der Branche. Mit Blick auf den Generationenwechsel müssen Wissen und Berufserfahrung weitergegeben werden“, betont vida-Landesgeschäftsführer Kajetan Uriach.
Sozialpartnerschaft als stabiler Faktor
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen zeigt sich einmal mehr: Die Sozialpartnerschaft funktioniert. Die Verhandlungen verliefen respektvoll und auf Augenhöhe.
„Die Gespräche waren von gegenseitigem Respekt geprägt. Das ist ein wichtiges Signal für eine stabile und funktionierende Branche“, so Uriach.
17.500 Beschäftigte sichern Tourismusstandorte
Die Seilbahnwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil des österreichischen Tourismus. In Spitzenzeiten sind rund 17.500 Beschäftigte in etwa 250 Unternehmen tätig. Sie sorgen für einen reibungslosen Betrieb in den Wintersportregionen und sichern zahlreiche Arbeitsplätze – oft in strukturschwächeren Regionen.
Solider Abschluss mit Fokus auf Fairness
Der KV-Abschluss bringt spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten – insbesondere für jene mit niedrigeren Einkommen und für Lehrlinge. Gleichzeitig zeigt sich, dass funktionierende Sozialpartnerschaft auch unter Druck zu tragfähigen Ergebnissen führt.
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