Lösungen für eine Branche in der Krise
Der Schienengüterverkehr (SGV) in Europa steht vor erheblichen Herausforderungen.
Schienengüterverkehr
Der Schienengüterverkehr (SGV) in Europa steht vor erheblichen Herausforderungen. Diese betreffen die Beschäftigungssituation und die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer:innen im Sektor und wirken sich auch auf umweltpolitische Zielsetzungen, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Resilienz europäischer Lieferketten aus.
„Der Schienengüterverkehr ist die Lebensader der europäischen Industrie. Ohne ihn würden Produktionslinien stillstehen."Präsident der Sektion Eisenbahn in der ETF
Den Schienengüterverkehr auf Kurs halten
Vor diesem Hintergrund setzt sich die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) konsequent für eine Stärkung des SGVs in Europa ein. Zugleich weist die ETF auf die aktuelle schwierige Situation des Sektors hin und präsentiert Lösungsansätze aus der Perspektive der Beschäftigten und ihrer ETF-Mitgliedsgewerkschaften.
Bedeutung des Einzelwagenverkehrs
Die Veranstaltung der ETF am 1. Juli 2026 in Budapest machte es diesmal möglich, auch die Bedeutung des Einzelwagenverkehrs in die Debatte über die künftige Ausrichtung der ungarischen Verkehrspolitik einzubringen. Dieser wurde in Ungarn bis 2025 gezielt gefördert, 2026 wurde die Förderung aber eingestellt. Grundlage der Diskussion bildete eine aktuelle Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Einzelwagenverkehrs für Industrie und Beschäftigung. Auf dieser Basis wurde ein konstruktiver Dialog zwischen ETF, Gewerkschaften aus mehreren EU-Mitgliedstaaten und Unternehmensvertreter:innen geführt.
Lebensader der europäischen Industrie
„Der Schienengüterverkehr ist die Lebensader der europäischen Industrie. Ohne ihn würden Produktionslinien stillstehen, Versorgungsketten reißen, und die Straße würde unter der Last zusammenbrechen – im wahrsten Sinne des Wortes“, stellte Gerhard Tauchner, Präsident der Sektion Eisenbahn in der ETF und Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn, bei der Veranstaltung in Budapest fest.
Strategisches Zukunftsthema Europas
"Die Branche ist in Krise, die Beschäftigten tragen die Konsequenzen. Schienengüterverkehr muss als strategisches Zukunftsthema Europas behandelt werden – nicht als Problem einzelner Unternehmen", ergänzte Jedde Hollewijn ETF-Referent für Eisenbahnen.