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Gute Ausbildung und Arbeitsbedingungen für mehr Eisenbahnsicherheit

Ein sicherer Eisenbahnsektor ist nur möglich, wenn er auch sozial nachhaltig gestaltet ist.

Europa

Gewerkschaft vida

Die Gewerkschaft vida, die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und die Arbeiterkammer (AK) haben auf europäischer Ebene einmal mehr die Initiative ergriffen, um deutlich zu machen: Ein sicherer Eisenbahnsektor ist nur möglich, wenn er auch sozial nachhaltig gestaltet ist. Am 4. März 2026 fand im Haus der Ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel unter dem Titel „Wie die Eisenbahnsicherheit verbessert werden kann“ ein Hintergrundgespräch statt.

Wie die Eisenbahnsicherheit verbessert werden kann

Zentrale Themen waren die dringend erforderliche Einführung einer fälschungssicheren, digitalen Arbeitszeiterfassung für das Personal auf Zügen sowie die Beibehaltung des Mindestsprachniveaus für Triebfahrzeugführer:innen in der bevorstehenden Revision der Triebfahrzeugführerrichtlinie.

Digitale Arbeitszeiterfassung wird konkreter

Gerhard Tauchner, Präsident der ETF Sektion Eisenbahn stellte einleitend fest, dass die Eisenbahnsicherheit im direkten Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen und Ausbildung der Beschäftigten steht. Er begrüßte, dass die Europäische Kommission mittlerweile die jahrelange Forderung der ETF nach einer fälschungssicheren digitalen Arbeitszeiterfassung für das Personal auf Zügen anerkennt und die Europäische Eisenbahnagentur (ERA) mit einem Mandat zur konkreten Ausarbeitung beauftragt hat.

Lebensrettende Voraussetzung

Im Zusammenhang mit der Revision der Triebfahrzeugführerrichtlinie (RL 2007/59) pochte Tauchner gegenüber der Europäischen Kommission erneut darauf, dass die ETF als Sozialpartner mit höchster Expertise vor der Veröffentlichung eines Gesetzesvorschlags in die laufenden Arbeiten zur Revision eingebunden und an deren Ausgestaltung beteiligt werden muss. Die bestehende Sprachanforderung ist eine Frage der Sicherheit und eine lebensrettende Voraussetzung.

Expert:innen und Praktiker:innen der ETF gaben einen guten Einblick in die Arbeitsrealitäten und zeigten anschaulich anhand konkreter Beispiele, dass Eisenbahnsicherheit unmittelbar mit guten Arbeitsbedingungen und hochwertiger Ausbildung zusammenhängt. Im Anschluss an die Vorträge fand ein konstruktiver Austausch statt, an dem sich die Vertreter:innen der Europäischen Kommission, Verkehrsattachés und Mitarbeitende des Europäischen Parlaments aktiv beteiligten.

 

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