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Gute Arbeit muss sich lohnen

In der Herbstlohnrunde gemeinsam im Einsatz für starke Kollektivverträge.

Coverstory

Lisa Lux

Sie bringen Menschen ans Ziel, halten Lieferketten in Bewegung, sorgen für Nachschub in den Regalen und sind für unsere Sicherheit im Einsatz. Ihre Arbeit ist für uns alle unverzichtbar. Im KV-Herbst 2026 kämpft die Gewerkschaft vida für das, was Beschäftigte verdienen: anständige Lohnerhöhungen, gute Arbeitsbedingungen und eine Zukunft, in der sich Leistung lohnt.

Große Verantwortung

Früh am Morgen, wenn viele noch schlafen, beginnt für andere längst die Arbeit. Eisenbahner:innen sorgen dafür, dass die ersten Züge pünktlich die Bahnhöfe verlassen. Busfahrer:innen bringen Menschen ans gewünschte Ziel. Handelsarbeiter:innen bereiten Waren für die Lieferung an Supermärkte vor. Lkw-Lenker:innen sind unterwegs, damit Waren dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Bewacher:innen sorgen rund um die Uhr dafür, dass wir alle sicher unterwegs sind.

Frage der Gerechtigkeit

Das Leben in Österreich ist nach wie vor teuer. Wohnen, Heizen, Tanken und der tägliche Einkauf belasten die Geldbörsen. Gleichzeitig sind die Reallöhne seit 2019 rückläufig – sie halten mit den steigenden Lebenshaltungskosten nicht Schritt. Während Unternehmen durch budgetpolitische Reformen entlastet werden, bleibt für viele Beschäftigte am Monatsende zu wenig übrig. Die Gewerkschaft hat darauf eine klare Antwort: Gute Arbeit muss sich lohnen – und ein gutes Leben ermöglichen.

Roman Hebenstreit
„Die Beschäftigten halten Österreich am Laufen. Was für viele in unserem Land selbstverständlich ist, entsteht durch harte Arbeit und Verantwortung. Diese Leistung verdient Respekt, Anerkennung – und eine ordentliche Bezahlung. Wer gute Arbeit leistet und Verantwortung übernimmt, hat auch einen anständigen Lohn verdient. Und dafür kämpfen wir.“
Roman Hebenstreit
Vorsitzender der Gewerkschaft vida

Der KV-Herbst 2026 ist ein entscheidender Moment. Denn es geht darum, dass Beschäftigte sich ihr Leben leisten, von ihrer Arbeit gut leben, ihre Familien versorgen und ihre Zukunft planen können. Es geht um Respekt – und um eine klare Botschaft: Die Menschen, die dieses Land tragen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, dürfen nicht die Letzten sein, die von wirtschaftlicher Entwicklung profitieren. Sie verdienen mehr.

Ohne uns läuft nichts

Die Arbeit in den von der Gewerkschaft vida vertretenen Branchen ist vielfältig, die Herausforderungen sind unterschiedlich. Doch eines verbindet alle Branchen: Die Beschäftigten tragen Verantwortung für unser Land – und sie brauchen Bedingungen, unter denen sie ihre Arbeit gut, sicher und gesund ausüben können. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, die Arbeitsbelastung nimmt zu und der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Die Antwort darauf darf nicht sein, dass Beschäftigte immer mehr leisten und dafür auf Einkommen oder Erholung verzichten müssen. Wer Menschen für diese Berufe gewinnen und halten will, muss Arbeit attraktiv machen. Der KV-Herbst 2026 ist deshalb mehr als eine Lohnverhandlung. Es geht darum, wie wir in Zukunft arbeiten und leben wollen – und es geht um den Wohlstand unseres Landes.

Verantwortung auf jeder Strecke

Die Beschäftigten bei Eisenbahnunternehmen sorgen Tag für Tag dafür, dass Menschen und Güter sicher ans Ziel kommen. Sie tragen Verantwortung für Tausende Fahrgäste. Die Eisenbahnbranche wächst. Mehr als 55.000 Beschäftigte tragen zu diesem Wachstum bei. Doch nach wie vor fehlt Personal. Die Anforderungen an die Beschäftigten sind hoch, die Arbeit wird zunehmend anspruchsvoll und die Branche steht im Wettbewerb um qualifizierte Kräfte.

Gerhard Tauchner
„Damit Österreich auch in Zukunft auf Schiene bleibt, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Dazu braucht es sichere Arbeitsbedingungen und faire Einkommen.“
Gerhard Tauchner
Vorsitzender vida-Fachbereich Eisenbahn

Immer verlässlich ans Ziel

Was für die Eisenbahn gilt, gilt auch für den Busverkehr – auch diese Branche sucht händeringend nach Personal. Busfahrer:innen tragen bei jedem Wetter und bei jeder Verkehrslage Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass Menschen mobil bleiben – auch dort, wo andere Verkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen. Wer Menschen sicher ans Ziel bringen soll, braucht selbst genügend Zeit zur Erholung.

Anil Zümrüt
„Attraktive Arbeitsplätze, planbare Dienstzeiten, gerechte Einkommen sind keine Extras. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Busverbindungen auch in Zukunft verlässlich funktionieren.“
Anil Zümrüt
Vorsitzender vida-Fachbereich Straße

Gut versorgt im ganzen Land

Mobilität endet nicht am Bahnhof oder an der Bushaltestelle. Sie setzt sich auf Österreichs Straßen fort. Ob Lebensmittel, Medikamente oder Waren des täglichen Bedarfs: Was Österreich braucht, kommt nicht von selbst an. Lkw-Lenker:innen halten die Versorgung am Laufen – oft unter Zeitdruck, mit langen Dienstzeiten und großer Verantwortung.

Anil Zümrüt
„Wer die Versorgung des Landes sichern will, muss die Arbeit so gestalten, dass Lkw-Lenker:innen sie dauerhaft und gesund ausüben können. Dazu gehören faire Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und ausreichend Zeit für Erholung.“
Anil Zümrüt
Vorsitzender vida-Fachbereich Straße

Unsichtbar, aber unschätzbar

Wer an Versorgung denkt, denkt oft an volle Regale, gut gefüllte Einkaufswagen oder eine pünktlich zugestellte Bestellung. Doch bevor wir ein Geschäft betreten oder ein Paket entgegennehmen, haben viele Beschäftigte längst ihre Arbeit erledigt. Im Lager sorgen Handelsarbeiter:innen dafür, dass Waren überhaupt ankommen können. Der Druck steigt. Immer mehr Leistung soll mit immer weniger Personal erbracht werden. Und dennoch kommen viele Beschäftigte trotz Vollzeit kaum über die Runden.

Christine Heitzinger
„Viele Menschen sehen die vollen Regale. Was sie nicht sehen, ist die Arbeit dahinter. Handelsarbeiter:innen packen an, damit alles läuft. Dafür verdienen sie Anerkennung – auch auf dem Lohnzettel.“
Christine Heitzinger
Vorsitzende vida-Fachbereich Dienstleistungen

Sicher nicht selbstverständlich

Auch die Arbeit in der Bewachung findet häufig dann statt, wenn andere ihren Alltag genießen. Gleichzeitig brauchen die Beschäftigten Arbeitsbedingungen, die ihre Gesundheit schützen und ihnen ermöglichen, ihre Arbeit professionell und sicher zu erledigen. Dazu gehört, nicht verprügelt, bespuckt oder gestoßen zu werden. Dazu gehört, Pausen einhalten zu können, auf die Toilette gehen zu können und bei Wind und Wetter geschützt zu sein. Das sind keine Sonderwünsche. Das sind die grundlegenden Voraussetzungen für gute und sichere Arbeit.

Gernot Kopp
„Bewacher:innen übernehmen Verantwortung, damit andere sicher arbeiten, reisen und leben können. Doch auch für sie steigen die Kosten für Wohnen, Energie und den täglichen Einkauf. Die Löhne halten damit nicht Schritt. Das muss sich ändern.“
Gernot Kopp
Vorsitzender vida-Fachbereich Gebäudemanagement

Eine Gewerkschaft für alle

Die Gewerkschaft vida geht mit einer klaren Haltung in den KV-Herbst 2026: Wir lassen nicht zu, dass die Beschäftigten auf der Strecke bleiben. Wir kämpfen für faire Einkommen, die mit den Lebenshaltungskosten Schritt halten. Für Arbeitsbedingungen, die gesundes Arbeiten und ausreichend Erholung ermöglichen. Für mehr Sicherheit, planbare Arbeitszeiten und echte Wertschätzung. Denn es geht um Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, die auch dann arbeiten, wenn andere frei haben, und die dafür sorgen, dass Österreich funktioniert. Sie haben gute Kollektivverträge verdient.

Einfach mehr als ein Plus

Ein guter Kollektivvertrag bedeutet mehr als ein Plus am Lohnzettel. Er bedeutet mehr Sicherheit, mehr Planbarkeit und mehr Anerkennung. Er schafft verbindliche Regeln für Arbeitszeiten, Zulagen, Erholung und faire Bedingungen. Die Beschäftigten wollen keine Sonderbehandlung. Sie wollen, dass ihre Leistung anerkannt wird. Sie wollen ein Einkommen, das gut zum Leben reicht. Dabei kommt ein guter Kollektivvertrag nicht von allein. Er entsteht, wenn Beschäftigte zusammenstehen, wenn sie ihre Interessen gemeinsam vertreten und klar ist: Unsere Arbeit ist wertvoll.

Roman Hebenstreit
„Die Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass unser Land funktioniert, müssen von ihrem Einkommen gut leben können. Deshalb kämpfen wir im KV-Herbst für kräftige Lohnerhöhungen. Denn höhere Löhne sind kein Problem für die Wirtschaft – sie sind der Sprit, den der Wirtschaftsmotor jetzt braucht.“
Roman Hebenstreit
Vorsitzender der Gewerkschaft vida

Wer Österreich am Laufen hält, verdient mehr als Applaus. Anständige Löhne, gute Arbeitsbedingungen und echte Wertschätzung – dafür macht sich vida stark.

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