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vida bei ÖHV-Kongress

Puzzeln wir gemeinsam für ein besseres Arbeitsumfeld im Tourismus.
„Weils die Branche braucht – Puzzeln wir gemeinsam an einer guten Arbeitsumgebung." Mit diesen Worten überraschte Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus, den Neo-ÖHV-Präsidenten Walter Veit beim ÖHV-Kongress 2022 in der Wiener Hofburg und überreichte ihm dabei ein XL-Puzzle. „Die Branche braucht Veränderung und bessere Arbeitsbedingungen“, so Tusch bei einer Diskussionsrunde mit Vertretern von „Betrieben der Willigen“. „Wer das Angebot an Mitarbeitern und potenziellen Mitarbeiter nicht erhöht, wird niemanden im Betrieb halten oder gewinnen können.“
 

Auf Bedürfnisse Beschäftigter eingehen
 
Die an der Diskussion teilnehmenden Hoteliers betonten, dass sie kein Problem bei der Findung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben. „Das wundert mich nicht, denn bei diesen Betrieben steht der Beschäftigte im Fokus. Die Entscheidungsträger haben erkannt, dass sie auf die Bedürfnisse der Beschäftigten eingehen müssen, egal ob es die Bezahlung ist oder lebensphasenangepasste Arbeitsmodelle sind. Es muss an mehreren Schrauben gedreht werden“, kommentiert Gewerkschafter Tusch die Konzepte. 
Kurswechsel notwendig
 
Die Gewerkschaft vida weist seit Jahren darauf hin, dass es einen Kurswechsel braucht, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder für die Branche zu begeistern oder sie in der Branche zu halten. „Es geht um Vertrauen in die Betriebe, darum einen Arbeitsplatz mit Perspektive zu haben oder zu bekommen“, so Tusch. Mit Kündigungen trotz möglicher Kurzarbeit wie während des zweiten Lockdowns, während dessen Tausende ArbeitnehmerInnen auf die Straße gesetzt wurden, schaffe man dieses Vertrauen nicht. 
Branche nur gemeinsam veränderbar
 
Tusch streckte im Rahmen der Diskussionsrunde neuerlich die Hand Richtung Arbeitgeber aus – Stichwort Betriebskollektivverträge. „Wir werden die Branche nur gemeinsam verändern können“, so der Gewerkschafter. Dass dafür – passend zum Puzzle-Überraschungsgeschenk an ÖHV-Präsident Veit – mehrere Puzzleteile zusammengefügt werden müssen, sei klar: „Auch der Arbeitsmarkt ist ein Markt mit Angebot und Nachfrage. Wenn die Branche nicht bereit ist, das Angebot an die Beschäftigten zu erhöhen, gibt es auch keine Nachfrage.“
 
Gemeinsam stark
 
Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen und Durchsetzung unserer Forderungen als Sozialpartner sind unsere Gewerkschaftsmitglieder, die uns den Rücken stärken. Hilf auch du mit: Tritt unserer Gewerkschaftsbewegung bei!
 
 
Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Tourismus Johann-Böhm-Platz 1
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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner