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Nicht genügend!

Umfrage: Was die Regierung in der Coranakrise im Tourismus verabsäumt oder noch immer nicht gelernt hat.

Wir haben vergangene Woche unsere Facebook-Community im Rahmen einer Umfrage gefragt, ob die Regierung genug tut, um Jobs im Tourismus über die Krise zu bringen - abgesehen von der Kurzarbeit, die auch von der Gewerkschaft mitverhandelt wurde. Und wie fällt das Zeugnis aus, das die Community der Regierung diesbezüglich stellt? Alles andere als positiv, denn 80 Prozent (!) sind der Meinung, dass Kanzler Kurz und Co. nicht genug tun – und das obwohl im Frühjahr vergangenen Jahres mehrfach von Seiten der Regierung betont wurde, dass niemand zurückgelassen wird. 

 
 
vida-Gewerkschafter Tusch kritisiert seit dem ersten Lockdown, dass zu wenig für die Kolleginnen und Kollegen in der Gastronomie und Hotellerie getan wird - und auch den Unternehmen keine Perspektive gegeben wird. „Nach dem ersten Lockdown war die Stimmung noch so, dass die Beschäftigten davon überzeugt waren, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Mittlerweile herrschen akute Existenzängste vor“, so Tusch, der nicht zuletzt deswegen einen >>Fixkostenzuschuss für Beschäftigte gefordert hat.
 
Die Regierung tut nach Meinung der Community also zu wenig. Dem nicht genug, wollten die Arbeitgeber den Beschäftigten nicht einmal >>Trinkgeldersatz für die Zeit des Lockdowns zugestehen. „Es ist wirklich bedenklich, dass bereits Vereinbartes seitens der Wirtschaftskammer einfach vergessen wird“, sagt Tusch, der sich vergangene Woche über Aussagen der ehemaligen Branchensprecherin der WKO, Petra Nocker-Schwarzenbacher, wunderte. Sie schlug in einem Artikel in den Salzburger Nachrichten vor, den Urlaubsanspruchs an das Ausmaß der Kurzarbeit anzupassen - wenn null Prozent gearbeitet wird, dann solle man darüber nachdenken anzupassen, wird sie zitiert. „Es ist für mich wirklich völlig unverständlich, wie solche Vorschläge zur Erhöhung der Attraktivität der Arbeitsplätze im Tourismus beitragen sollen, abgesehen davon dass es aus gewerkschaftlicher Sicht undenkbar ist, den Urlaubsanspruch anzupassen, immerhin sind die Beschäftigten nicht schuld daran, dass sie in Kurzarbeit sind“, so der Gewerkschafter.
 
Zurück zur Umfrage: Einige User haben auch Kommentare hinterlassen und damit ihren Unmut geäußert, übrigens nicht nur gegenüber der Regierung. „Wer gibt da bitte an Daumen hoch! Wenn alles zu hat und wir nicht arbeiten dürfen! Meine Nerven ��‍♀️“, lautete einer der netteren Kommentare. „Die wissen ja gar nicht was die anrichten. Das hat Langzeitschäden ��“, kommentierte eine andere Userin.
 

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Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Tourismus Johann-Böhm-Platz 1
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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner