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Schwangere Dienstnehmerinnen keinem Infektionsrisiko aussetzen

vida-Vondrasek: „Regierung in der Verantwortung, werdende Mutter und ungeborenes Kind zu schützen“

„Die Corona-Pandemie dauert inzwischen seit zehn Monaten und noch immer werden schwangere Frauen von der Bundesregierung alleine gelassen, wenn es um den eigenen Schutz und den Schutz des ungeborenen Kindes geht“, sagt Elisabeth Vondrasek, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft vida. Seit Monaten wenden sich schwangere Arbeitnehmerinnen an die vida, weil sie große Angst um Leib, Leben und das ungeborene Kind haben. „Auch wenn es aktuell keine konkreten Hinweise darauf gibt, dass Covid-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist, ist die psychische Belastung für die werdende Mutter enorm, weil es auch schon Berichte gab, die das Gegenteil gezeigt haben“, so Vondrasek, die auf die Forderungen der vida hinsichtlich mehr Schutzmaßnahmen, klaren Regelungen und die Möglichkeit des frühzeitigen Mutterschutzes verweist. „Anlässlich der hohen Infektionszahlen ist ganz klar, dass wir werdende Mütter speziell vor einer Infektion mit Corona schützen müssen.“

Derzeit sehe die Situation für Schwangere sogar so aus, dass sie von Arbeitgebern gedrängt werden, das Dienstverhältnis einvernehmlich aufzulösen. „Dieses Drängen ist völlig inakzeptabel. Die werdenden Mütter verlieren dadurch den Anspruch auf das einkommensabhängige Kindergeld“, stellt Vondrasek klar. „Ich kann Schwangerer nur bitten, nichts unüberlegt zu unterschreiben. Schwangere haben einen Kündigungs- und Entlassungsschutz – das gilt auch für die Corona-Krisenzeit.“

Die Frauenvorsitzende betont, dass gerade Arbeitnehmerinnen im Kunden- oder Patientenkontakt besonders gefährdet sind, mit Corona infiziert zu werden. Man müsse schwangere Frauen mit allen möglichen Mitteln schützen. „Aus unserer Sicht ist der frühzeitige Mutterschutz die sinnvollste Variante. Die Regierung steht in der Verantwortung, hier endlich Klarheit zu schaffen und Schwangere nicht unnötigem Risiko auszusetzen. Egal ob Corona für das Kind im Bauch lebensgefährlich ist oder nicht, jede schwangere Frau, die krank wird, ist eine zu viel“, schließt Vondrasek. 

 

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