Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert vida.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr Infos
vida

KV-Verhandlungen: Gewerkschaften wollen nachhaltige Lohnerhöhung in privaten Kur- und Rehabetrieben

Einmalzahlung ist nett, aber nicht nachhaltig – mehr Wertschätzung für die Beschäftigten gefordert.

Am heutigen Freitag verhandelten die Gewerkschaften vida und GPA-djp den Kollektivvertrag für private Kur- und Rehabetriebe. Auch in der vierten Verhandlungsrunde gab es erneut keinen Abschluss. „Das Angebot der Arbeitgeber in Form einer Einmalzahlung ist inakzeptabel. Das kann nicht ernst gemeint sein. Immerhin würden wir dann in einem Jahr auf der Gehaltsbasis von 2019 weiterverhandeln“, sagt Hannes Laschalt, Verhandlungsleiter der Gewerkschaft vida. Die Beschäftigten hätten pandemiebedingt eine zusätzlich herausfordernde Zeit – Stichwort Schutzkleidung und erhöhtes Infektionsrisiko – hinter sich. „Dem Vorschlag der Arbeitgeber mit der Einmalzahlung können wir einfach nicht zustimmen. Das wäre für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so, als ob es die besonders anstrengenden Monate wegen Covid-19 nicht gegeben hätte“, so GPA-djp-Gewerkschafter Rudolf Wagner.

Das Angebot der Arbeitgeber sei nicht nachhaltig. „Wir sind der Meinung, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter echte Wertschätzung verdient haben“, betonen Wagner und Laschalt. Beide appellieren an Julian Hadschieff, Verhandlungschef der Arbeitgeberseite, in der nächsten Verhandlungsrunde am 15. Juli, ein deutlich besseres Angebot zu machen. Die Zeit drängt, denn andere Kollektivverträge der Branche seien bereits abgeschlossen. Die Gewerkschaften werden am Montag Informationsveranstaltungen in den Betrieben abhalten.

Artikel weiterempfehlen

Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Tourismus Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
+43 (0) 1 534 44 79 661 +43 (0) 1 534 44 102 610 tourismus@vida.at
Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner