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Gewerkschaft vida: Beeindruckende Leistungen bei Staatsmeisterschaften der Tourismuslehrlinge

vida-Tusch: "Nicht auf Lorbeeren ausruhen, Lehrlingsausbildung weiter verbessern“

„Ich gratuliere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tourismus-Staatsmeisterschaften juniorSkills 2019 ganz herzlich. Dieser Wettbewerb zeigt, zu welchen hervorragenden Leistungen Lehrlinge im heimischen Tourismus fähig sind, wenn die betriebliche Ausbildung entsprechend funktioniert“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida.

Ausbildungsbetriebe stärker überprüfen

Tusch betont jedoch, dass es in Sachen Ausbildung „noch viel Luft nach oben gibt“. Lehrlinge verdienen Zeit und Aufmerksamkeit ihrer Ausbildner, so der vida-Gewerkschafter: „Lehrlinge sind in den Betrieben, um zu lernen. Darauf muss noch viel stärker geachtet werden – speziell wenn Teile der Ausbildung ausgelagert werden müssen, wenn Betriebe dazu nicht selbst in der Lage sind. Hier fehlt oft die notwendige Kontrolle.“

Moderne Berufsbilder notwendig

Gleichzeitig bezeichnet Tusch, die Ankündigung von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Berufsbilder alle fünf Jahre überprüfen lassen zu wollen, als „durchaus diskussionswürdig“. Berufsbilder up-to-date zu halten, ergibt für Tusch jedoch nur dann Sinn, wenn „auch tatsächlich überprüft wird, ob Ausbildungsbetriebe neue Inhalte wirklich vermitteln können“. Es ist notwendig, die Anforderungen für eine duale Ausbildung immer auf einem hohen Niveau zu halten, unterstreicht Tusch: „Hier brauchen wir neben einer regelmäßigen Überprüfung der Berufsbilder auch eine ständige Kontrolle der Ausbildungsbetriebe, ob diese die Vorgaben auch tatsächlich umsetzen.“  

Qualitativ hochwertige Ausbildung stellt Zukunft sicher

Die Staatsmeisterschaften haben für Tusch eindrucksvoll bewiesen, dass „Betriebe, die Ausbildung in den Vordergrund stellen, mit ihren Lehrlingen ausgezeichnete Erfolge verbuchen können. Mit ihren Spitzenleistungen sind die jungen Leute auch tolle Botschafter ihres Handwerks. Gute Rahmenbedingungen und beste Ausbildung sind das Fundament für zufriedene Lehrlinge. Nur so haben wir auch in Zukunft ausreichend Top-Fachkräften im Tourismus.“

 

 

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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner