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Kurzarbeit auch für Taxler

Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität.

Das St. Pöltner Taxiunternehmen Rittner nimmt die Verantwortung für die MitarbeiterInnen ernst und schickt mehr als 60 in die Corona-Kurzarbeit. 

Wie hast du als Taxiunternehmer die vergangenen zwei Wochen erlebt? 

Joe Rittner: "Als Taxiunternehmen sind wir von der Auswirkung der im Zuge des Corona-Virus angeordneten Maßnahmen wie häusliche Quarantäne sowie Schließungen von Bildungseinrichtungen, Absagen von Veranstaltungen und generell die Einschränkung des täglichen Lebens massiv betroffen. Unser Aufträge, darunter tägliche Daueraufträge für Bildungseinrichtungen, Werksverkehr für Firmen, laufende Personentransporte des täglichen Lebens, sind zurzeit nicht mehr vorhanden. Damit sind die Umsätze und Einnahmen dramatisch gesunken. Mit einfachen Worten: Die Situation war und ist sehr schwierig und ernst.“

Dennoch hast du deine mehr als 60 MitarbeiterInnen in die Kurzarbeit geschickt. Warum?  

Joe Rittner: „Das hat etwas mit Verantwortung zu tun. Da wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr schätzen und auf Ihre wertvolle Mitarbeit nach der Krise nicht verzichten können und wollen, haben wir den Antrag auf Kurzarbeit gestellt.“

Hat es bereits Rückmeldungen von Beschäftigten gegeben? 

Joe Rittner: „Natürlich, alle sind erleichtert. Ich hoffe, dass die Krise auch in Sachen Schwarzarbeit etwas ändert. Ich werde oft ausgelacht, dass ich meine Leute so bezahle, wie es sich gehört. Das heißt aber auch, dass sie jetzt auch von diesem Kurzarbeit-Modell noch immer leben können. Ich bin mir nicht sicher, ob das alle in der Branche von sich behaupten können.“

Wie lange wird die Situation so sein, wie sie jetzt ist? 

Joe Rittner: „Die Corona-Krise mit samt den Auswirkungen wird in absehbarer Zeit vorüber sein - und damit wird sich auch unsere Auftragslage wieder normalisieren. Wir können es nur gemeinsam schaffen, fordere aber auch alle auf, korrekt zu sein, alle Beteiligten müssen das erkennen."
 

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