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Rotes Kreuz: KV-Abschluss bringt neben Lohnerhöhungen auch rahmenrechtliche Verbesserungen

vida, GPA und ÖRK: Löhne steigen um bis zu 9,2 Prozent – KV-Vereinheitlichung bringt allen Beschäftigten Vorteile

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die mehr als 7.000 in den Landesverbänden des Österreichischen Roten Kreuzes Beschäftigten wurden erfolgreich abgeschlossen.  Die Erhöhung beträgt für alle Beschäftigten im Rahmenkollektivvertrag 9,15 Prozent, für alle im neuen Kollektivvertragsabschnitt B und im Bundesland Wien 9,2 Prozent. Das geben die beiden Kollektivvertrags-Verhandlungsleiterinnen für die Arbeitnehmer:innen, Sylvia Gassner für die Gewerkschaft vida und Eva Scherz für die Gewerkschaft GPA, gemeinsam mit Bernhard Schneider, Verhandlungsleiter für die Arbeitgeberseite und Bereichsleiter für Recht und Migration beim Österreichischen Roten Kreuz, bekannt. Die Erhöhung für das Burgenland steht noch in Verhandlung.

Der Kollektivvertrags-Abschluss gilt rückwirkend mit 1. Jänner 2024. Ab diesem Stichtag gilt für den Bereich der Pflege und Betreuung für alle neu eintretenden Arbeitnehmer:innen der neue Abschnitt B des Kollektivvertrags. Je nach Bundesland konnten bestehende Arbeitnehmer:innen in den Abschnitt B optieren oder sie wurden mittels Vertrauensschutzzulage überführt.

Einheitliche Normalarbeitszeit

„Dieser neue Kollektivvertrags-Abschnitt sorgt dafür, dass wichtige Bestimmungen, die bisher je nach Bundesland unterschiedlich waren, nun für ganz Österreich erfolgreich zwischen den Sozialpartnern vereinheitlicht wurden“, so Gassner. Für alle gilt jetzt eine Normalarbeitszeit von 37 Stunden pro Woche, an mindestens 26 Wochenenden im Jahr müssen die Beschäftigten frei haben. Darüber hinaus gilt für alle eine 5-Tage-Woche, beim kurzfristigen Einspringen in Dienste gibt es einen Flexizuschlag.

„Erfreulich ist, dass neben den Lohnerhöhungen auch im Kollektivvertrags-Rahmenrecht weitere Verbesserungen für die Beschäftigten vereinbart werden konnten“, sagt Scherz. „Neben einem freien Tag bei Eheschließungen von Eltern, Stief-, Schwieger- oder Großeltern werden jetzt auch die Vordienstzeiten innerhalb des Roten Kreuzes besser angerechnet.“ 

Attraktive Rahmenbedingungen für Beschäftigte

In den Verhandlungen gelang es auch, den Kollektivvertrag an die gesetzliche Änderung bei der maximalen Karenzzeitendauer anzupassen. Im Kollektivvertrag ist jetzt festgehalten, dass Beschäftigte beim Roten Kreuz ab dem 21. Monat die Möglichkeit haben, bis zum dritten Lebensjahr des Kindes eine Anschlusskarenz in Anspruch zu nehmen, die von 12 auf 15 Monate ausgeweitet wurde.

„Es ist uns gemeinsam gelungen, den Rotkreuz-KV an die deutlich geänderten Gegebenheiten des Arbeitsmarktes anzupassen. Das wird wesentlich dazu beitragen, dass unsere Mitglieder auch weiterhin attraktive Rahmenbedingungen für ihre Beschäftigten bieten können“ sagt Dr. Bernhard Schneider, Vorsitzender des Kollektivvertragsausschusses des Österreichischen Roten Kreuzes.

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Der Fachbereich Straße in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen aller Berufskraftfahrer:innen in Österreich. Beschäftigte in der Güterbeförderung, Spedition und Logistik gehören ebenso dazu wie Autobuslenker:innen oder aber auch Mietwagen- und TaxifahrerInnen. Am „Arbeitsplatz Straße“ unterwegs zu sein, ist mit einer hohen Verantwortung verbunden. Damit die Beschäftigten ihre Arbeit unter guten und sicheren Bedingungen erbringen können, gestaltet vida aktiv mit. Wir machen uns vor allem für jene Berufskraftfahrer:innen stark, die mit schwerwiegenden arbeitsrechtlichen Problemen zu kämpfen haben. Fragwürdige Praktiken bei der Entlohnung ebenso wie teils nicht ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung oder dubiose Scheinselbständigkeit sind die Hauptthemen unserer Arbeit. Nationale und internationale Vernetzung, Lobbying und kompetente Grundlagenarbeit zählen zu unseren täglichen Aufgaben.

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