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Gewerkschaft begrüßt ÖBB-Rahmenplan: Durch Corona angeschlagenen Güterverkehr stärker fördern

vida-Blumthaler: Jede in die Schieneninfrastruktur investierte Milliarde Euro schafft bis zu 18.000 neue Jobs – 80 Prozent der heimischen KMU profitieren.

Die Gewerkschaft vida begrüßt das Ausbauprogramm für die Schiene im ÖBB-Rahmenplan im Umfang von 17,5 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2026. „Diese Investitionen schaffen und erhalten Arbeitsplätze im Bereich der klimafreundlichen rot-weiß-roten Bahnen und generieren in den kommenden Jahren zusätzliche Beschäftigungseffekte“, sagt Günter Blumthaler, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida. In der Folge sei es aber natürlich wichtig, dass auf der ausgebauten Eisenbahninfrastruktur in Zukunft wieder mehr gefahren wird, denn das sichere nicht nur Beschäftigung in der Bauphase, sondern auch im Eisenbahnbetrieb. „Vor allem im Schienengüterverkehr kam es durch Corona zu massiven Geschäftseinbrüchen. Wir fordern daher rasch konkrete Maßnahme und Förderungen, um eine weitere Rückverlagerung von Millionen Gütertonnen zum LKW-Straßentransport zu stoppen“, betont Blumthaler.

Konkret kann sich der vida-Gewerkschafter hier eine staatliche Industrieförderung zur Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene vorstellen. Der Kostennachteil bei Transport auf der Schiene müsse für die produzierende und verladende Industrie durch eine solche Förderung ausgeglichen werden. „Sonst wird hier keine Verladung auf den sozial und ökologisch sinnvollen Verkehrsträger Eisenbahn geschehen. Oberstes Ziel der Verkehrspolitik muss daher beim Güterverkehr ein Modal Split aus Schiene und Straße mit einem Schienenanteil von mindestens 40 Prozent sein“, gibt Blumthaler zu bedenken.

„Studien zeigen, dass durch pro 68.000 investierter Euros langfristig ein zusätzlicher Arbeitsplatz entsteht“, konkretisiert Blumthaler auch die Beschäftigungseffekte durch Investitionen in die Schieneninfrastruktur. Investiert man also 100 Millionen Euro in die Eisenbahninfrastruktur, würden dadurch rund 1.500 Arbeitsplätze entstehen; bei einer investierte Milliarde Euro würden dies schon 15.000 bis 18.000 zusätzliche Jobs ausmachen. „Von den Investitionen in die Bahninfrastruktur profitieren überdurchschnittlich inländische Klein- und Mittelbetriebe (KMU), nämlich zu fast 80 Prozent“, zieht der vida-Gewerkschafter den Vergleich zur Sachgüterindustrie, in deren Bereich Investitionen lediglich 40 Prozent der heimische KMU zugute kämen.

„Mit Investitionen in den Schienenverkehr sind somit große wirtschaftlich und beschäftigungspolitisch positive Steuerungseffekte möglich. Hier gehen aus Sicht des Klimaschutzes dringend notwendige Investitionen mit den größten Beschäftigungseffekten einher“, zieht Blumthaler abschließend den Vergleich zur Straße: Investiert man eine Milliarden Euro ins hochrangige Straßennetz, so komme hier das beste Studienergebnis nur auf 10.700 dadurch entstehende Arbeitsplätze.

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