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Warum werden wichtige Berufsgruppen wieder nicht getestet?

vida kritisiert neue Verordnung und Teststrategie der Regierung.

„So wie es ausschaut, stehen Beschäftigte der mobilen Pflege, des Kranken- und Rettungstransports sowie der Behindertenbetreuung nicht in der Verordnung zur Corona-Teststrategie“, kritisiert Sylvia Gassner, Vorsitzende des vida-Fachbereichs Soziale Dienste, und betont, dass das bereits zum wiederholten Mal passiert. Es gäbe nun zwei Möglichkeiten, warum diese Berufsgruppen nicht – klar und deutlich formuliert – in die Verordnung aufgenommen wurden.

„Entweder die Regierung und das zuständige Ministerium nehmen die Pandemie doch nicht so ernst oder die Beschäftigten sind dem Herrn Minister egal?“ 

Sylvia Gassner, Vorsitzende des vida-Fachbereichs Soziale Dienste

Und das Schlimmste: Das Ergebnis dieser Verwirrung und Planlosigkeit kann die Gefährdung der Beschäftigten und der Risikopatienten, mit denen die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich arbeiten, sein.

Berufsgruppe wurde einfach vergessen

Gassner geht davon aus, dass die Regierung damit argumentieren wird, dass die erwähnten Berufsgruppen mit der Formulierung „ArbeitnehmerInnen mit Kundenkontakt“ bereits in die Verordnung aufgenommen sind. „Allerdings zielt diese Passage unserer Ansicht nach auf den Handel ab“, sagt die vida-Gewerkschafterin und unterstreicht, dass ausgerechnet jene Beschäftigten, die in dieser Krise eine so wichtige Rolle einnehmen, von der Regierung nicht wertgeschätzt werden. „Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich vergessen“, so die Gewerkschafterin, die die umgehende Klarstellung in Bezug auf die Aufnahme der Beschäftigten der mobilen Pflege, im Kranken- und Rettungstransport sowie der Behindertenbetreuung in die Verordnung zur Teststrategie fordert, bevor es zu spät ist.

Testen und Schutz muss oberste Priorität haben

„Weltweit überschlagen sich die Medien mit Meldungen über explodierende Infektionszahlen aufgrund von Virusmutationen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ihren Dienst dennoch verrichten. Die Zeit läuft“, schließt Gassner.

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Der Fachbereich Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida vertritt die ArbeitnehmerInnen in den mobilen Betreuungsberufen (Heimhilfe, Essen auf Räder, Besuchsdienst, Reinigungsdienst), MitarbeiterInnen im Rettungs- und Krankentransport, ArbeitnehmerInnen in Heimen und Internaten (in der Systemerhaltung im Bereich Kinder, Jugend, Studenten, Erwachsene und Pflege- sowie Wohn- und stationäre Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen, z. B. Küchenpersonal, KöchInnen, HausarbeiterInnen, HausbetreuerInnen, Pflegehilfen, Kindergartenhelferinnen, Abteilungshilfen, KlubbetreuerInnen, Reinigungspersonal) und ArbeitnehmerInnen in privaten Haushalten. Unser zentrales Anliegen in einem kostenorientierten Dienstleistungsbereich ist die stetige Weiterentwicklung der Arbeits- und Lebensbedingungen unserer Mitglieder. Schließlich sind faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne unabdingbare Voraussetzungen für ein Mehr an Lebensqualität.

Fachbereichsvorsitzende: Sylvia Gassner
Fachbereichssekretärin: Michaela Guglberger